Vorschlag der Stadt zum Foyer

Die Stadt sucht nach einer Mischnutzung dieses Standortes als attraktiver Eingang zum Stadtzentrum

Das Grundstück der Bauruine Foyer an der Blauen Brücke ist von der städtischen Wirtschafts-förderungsgesellschaft Tübingen gekauft worden und soll nun entwickelt werden. Vermutlich werden beide auf dem Gelände stehenden Gebäude abgerissen, das Gelände dürfte somit komplett neu bebaut werden.

Die Stadt möchte einen attraktiven Eingang ins Stadtzentrum schaffen, das Steinlachufer aufwerten und eine Nutzung finden, die die anderen Funktionen des Stadtzentrums unterstützt.

In der Diskussion waren ursprünglich drei Varianten:

  • Hotel plus Zusatznutzung
  • Technisches Rathaus plus Zusatznutzung
  • gemischte Nutzung des Grundstücks ohne große Hauptnutzung

Eine ganze oder teilweise Nutzung für Vergnügungsstätten wurde und wird von Stadt abgelehnt.

Inzwischen ist die Entscheidung gefallen, den aktuellen Standort des Technischen Rathauses zu sanieren. Nachdem ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten der Stelle gute Eignung für ein Hotel und Tübingen eine freie Nische auf dem Hotelmarkt bescheinigte, ist der Standort seit März für ein Hotel ausgeschrieben. Zeitungsberichten zufolge hatten sich etliche Interessenten gemeldet. Der Grundstücksteil an der Steinlach soll allerdings für den Bau von Wohnhäusern zurückgehalten werden. Mit dem Abriss der Bauruine wird voraussichtlich im Juli begonnen werden.

Unterlagen der Stadt zum Foyer

Presseartikel zum Thema

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Gesamtverkehrsplan

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Gesamtverkehrsplan
Antwort
24.07.11 09:37
Zuerst sollte eine Gesamtverkehrsplanung für ganz Tübingen erstellt werden. Schließlich verlagert sich der Verkehr nur in andere Strassen, wenn eine Strasse gesperrt wird, mit der Folge, dass dann eben andere Anwohner durch den Verkehr benachteiligt werden.

RE: Gesamtverkehrsplan
Antwort
17.01.12 12:14 als Antwort auf Michael Mörike-ist.
1. Eine Vision Mühlstraßen-/Eberhardtsbrückensperrung ist solange nicht akzeptabel, solange andere Stadtteile darunter leiden.

2. Die Fahrzeugfrequenz auf der Neckarbrücke (nach einer Sperrung), insbesondere durch den ÖPNV ist für die Aufenthaltsqualität immer noch zu hoch für eine „Wohlfühlgefühl“ im Verhältnis zu den Kollateralschäden durch die Verkehrsmehrbelastungen in den anderen Stadtteilen.

3. Die vorliegenden Untersuchungen für das RP Tübingen zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans belegen eindeutig, dass eine Sperrung der Mühlstraße/Eberhardsbrücke wegen des
weiterhin durch die Mühlstraße fließenden Verkehrs (z.B. Stadtbusse) dort nur eine begrenzte Wirkung zeigen würde und wegen der Verlagerungseffekte an anderen Orten (z.B. die Bereiche Westbahnhofstraße, Kelternstraße und Am Stadtgraben) die Grenzwerte noch öfter und in verstärkterem Maße überschritten werden würden.

4.Wegen der trotz einer Sperrung bestehenden Verkehrs- und Luftqualitätsbelastung der Mühlstraße insbesondere durch Busse wird aus der Mühlstraße keine „Flaniermeile“. Andererseits würden durch eine Sperrung massive, nicht mehr zumutbare Zusatzbelastungen insbesondere für die Weststadt und für Lustnau entstehen, die selbst bei Kombination aller denkbarer verkehrsentlastender Maßnahmen nicht ausgeglichen werden können.

5.Weder durch einen Vollknoten im Bereich der B28/Rosentalstraße und eine Geschwindigkeitsreduzierung der Hauptverkehrstraßen zwischen Belthestraße und Mohlstraße von 50 km/h auf 30 km/h sowie einer Aufhebung des Einbahnrings um den Alten Botanischen Garten können die negativen Auswirkungen einer Sperrung kompensiert, sondern nur reduziert beschränkt werden.

6. Allein schon durch die beschlossenen und sonst absehbaren Änderungen entstehen schon starke Mehrbelastungen der jetzt übermäßig belasteten Gebiete.

7. Die Luftreinhaltung für die gesamte Stadt Tübingen muss allerhöchste Priorität haben. Da die Weststadt schon jetzt stärker belastet ist als andere Stadtteile, sind zunächst entlastende Maßnahmen für diesen Stadtteil durchzuführen, bevor es durch eine Sperrung zu einer weiteren Verkehrsverlagerung und damit einhergehend zu einer zusätzlichen Belastung anderer Stadtteile kommt, da für diese eine Verschlechterung des Ist-Zustands nicht akzeptal ist.

RE: Gesamtverkehrsplan
Antwort
14.03.12 17:16 als Antwort auf Manfred Ratzke.
Manfred Ratzke:
1. Eine Vision Mühlstraßen-/Eberhardtsbrückensperrung ist solange nicht akzeptabel, solange andere Stadtteile darunter leiden.

Dem stimme ich prinzipiell zu. Es dürfte in einer Stadt zwar kaum möglich sein, die Verkehrsführung zu ändern, ohne dass irgend jemand auch einen Nachteil davon hat, aber die Nachteile müssen sich in einem wirklich vertretbaren Rahmen halten und durch die Gesamtvorteile deutlich aufgewogen werden.

Manfred Ratzke:
2. Die Fahrzeugfrequenz auf der Neckarbrücke (nach einer Sperrung), insbesondere durch den ÖPNV ist für die Aufenthaltsqualität immer noch zu hoch für eine „Wohlfühlgefühl“ im Verhältnis zu den Kollateralschäden durch die Verkehrsmehrbelastungen in den anderen Stadtteilen.

Eine ruhige Flaniermeile wie die Altstadt wird die Brücke natürlich nie, aber m.E. sind die PKW die deutlich unangenehmere Belastung. Das empfinde ich sowohl in meiner Rolle als Radfahrer als auch in meiner Rolle als Fußgänger so. Reiner Busverkehr wäre im Vergleich zu heute wirklich wohltuend. Aber die Verkehrsmehrbelastungen anderswo dürfen nicht massiv sein, sonst stimmt das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag wirklich nicht.

Manfred Ratzke:
3. Die vorliegenden Untersuchungen für das RP Tübingen zur Fortschreibung des Luftreinhalteplans belegen eindeutig, dass eine Sperrung der Mühlstraße/Eberhardsbrücke wegen des
weiterhin durch die Mühlstraße fließenden Verkehrs (z.B. Stadtbusse) dort nur eine begrenzte Wirkung zeigen würde und wegen der Verlagerungseffekte an anderen Orten (z.B. die Bereiche Westbahnhofstraße, Kelternstraße und Am Stadtgraben) die Grenzwerte noch öfter und in verstärkterem Maße überschritten werden würden.
Könnten Sie mit einen Link zu der Studie nennen? Da wäre ich wirklich sehr interessiert dran!

Manfred Ratzke:
4.Wegen der trotz einer Sperrung bestehenden Verkehrs- und Luftqualitätsbelastung der Mühlstraße insbesondere durch Busse wird aus der Mühlstraße keine „Flaniermeile“.

So wie ich die Planungen inzwischen verstehe, geht es nicht in erster Hinsicht um die Mühlstraße (die tatsächlich nie eine Flaniermeile wird), sondern um das südliche Stadtzentrum und da vor allem die Friedrichstraße. Man will diese Einkaufsstraße wohl so entlasten, dass der Aufenthalt da deutlich angenehmer wird und man den Wegfall einer Verkehrsspur erreichen kann. Den Platz will man dann wieder dem Fußgängerbereich zuschlagen. Die Friedrichstraße soll am Schluss wohl weniger befahren sein als heute die südliche Karlstraße. M.E. zielt der Plan auf eine angenehmere Einkaufssituation in der Friedrichstraße und einem Einhalten der Luftverschmutzungsgrenzwerte in der Mühlstraße, nicht aber auf eine Flaniermeile Mühlstraße.

Manfred Ratzke:
5.Weder durch einen Vollknoten im Bereich der B28/Rosentalstraße und eine Geschwindigkeitsreduzierung der Hauptverkehrstraßen zwischen Belthestraße und Mohlstraße von 50 km/h auf 30 km/h sowie einer Aufhebung des Einbahnrings um den Alten Botanischen Garten können die negativen Auswirkungen einer Sperrung kompensiert, sondern nur reduziert beschränkt werden.

Das sehe ich auch so. Die Weststadt wird zusätzlich belastet, wenn die Mühlstraße dicht gemacht wird. Das wäre die unvermeidliche Konsequenz einer solchen Handlung.

Manfred Ratzke:
6. Allein schon durch die beschlossenen und sonst absehbaren Änderungen entstehen schon starke Mehrbelastungen der jetzt übermäßig belasteten Gebiete.

Auf welche Änderungen beziehen Sie sich da genau? Sie haben sicher Recht, ich kann es nur nicht nachverfolgen. In dem Zusammenhang: Wir haben die Dokumente der Stadt zum Thema Verkehrsplanung durchforstet und relevante Zitate/Abschnitte online gestellt. Vielleicht findet sich dort der entsprechende Text, so dass Sie nur noch drauf verweisen müssten.

Manfred Ratzke:
7. Die Luftreinhaltung für die gesamte Stadt Tübingen muss allerhöchste Priorität haben. Da die Weststadt schon jetzt stärker belastet ist als andere Stadtteile, sind zunächst entlastende Maßnahmen für diesen Stadtteil durchzuführen, bevor es durch eine Sperrung zu einer weiteren Verkehrsverlagerung und damit einhergehend zu einer zusätzlichen Belastung anderer Stadtteile kommt, da für diese eine Verschlechterung des Ist-Zustands nicht akzeptal ist.

Gibt es Ideen, wie man die Weststadt entlasten kann? Ich wäre da höchst interessiert dran, mir kamen nämlich beim Nachdenken keine guten Ideen, und ich sehe das Problem einer stark belasteten Weststadt auch als dringlich an.