Resümee der Stadt zur Architektenwerkstatt vom 26. Mai 2014

Die Stadt möchte mit diesem Kommentar der „Gerüchteküche" in der Stadt zu den bisher erarbeiteten Konzepten entgegenwirken und den Verlauf und das Fazit der Architektenwerkstatt kurz widergeben:

Für die Architektenwerkstatt am 26. Mai wurden die Ergebnisse aus den vier Gruppen der Kreativwerkstatt durch die Städteplaner des Büros Pesch&Partner zeichnerisch und inhaltlich aufbereitet.

Grundlegendes Ziel der Architektenwerkstatt (an der neben den 4 Gruppensprechern und deren Stellvertretern wenige Stadträte und Vertreter der Stadtverwaltung teilnahmen) war es, die 4 aufbereiteten Planungen allen Teilnehmern vorzustellen, die Gemeinsamkeiten festzuhalten und daraus abgeleitet eine konsensfähige Weiterbearbeitungsvariante zu finden.

Dies ist aufgrund der guten Vorbereitung und Darstellung durch die Architekten gelungen.

Die Architekten konnten dank ihrer intensiven Vorarbeit die Vor- und Nachteile jeder der 4 Lösungen herausarbeiten.

Auf Basis dieser Informationen wurde intensiv mit allen Beteiligten diskutiert und ein gemeinsamer Lösungsentwurf aus den 4 Varianten erarbeitet.

Dieser soll alle wichtigen Ziele und Eckpunkte der Kreativwerkstatt, unter anderem zur Verkehrsführung und der Anordnung der Stellplätze, vereinen.

Lediglich im Bereich des Lenbachplatzes wurde hinsichtlich der Parkplatzsituation noch kein Konsens gefunden.

Die derzeitige Lösung zeichnet sich insbesondere durch die Flexibilität der Nutzung der öffentlichen Flächen aus. So ist zum Beispiel im Bereich der Zeil angedacht, die Freiflächen vor den Geschäften im Winter als Parkplätze zu nutzen und in den warmen Monaten den Geschäften/der Gastronomie als Aufenthaltsflächen zur Verfügung zu stellen.

Die Architekten haben nun den Auftrag, alle aus der Architektenwerkstatt vom 26. Mai gefunden Lösungsansätze nochmals detailliert zu einem Konzept zusammenzuführen.

Dieses wird am 7. Juli 2014 im Rahmen eines Bürgerforums allen interessierten Bürgern zur Diskussion vorgestellt.

(Dieser Text wurde PolitAktiv am 11. Juni 2014 übermittelt von Axel Westermair, Leiter Stadtbauamt Schrobenhausen.)

Ergebnis der Architektenwerkstatt vom 26.5.2014

"Hier das Ergebnis der Architektenwerkstatt, mit dem das Architekturbüro Pesch Partner das Verkehrskonzept, welches am 07.07.14 um 18 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt wird, erstellen wird. Grundsätzlich: Verkehr auf einer Fahrbahn als Einbahnverkehr oder Verkehrsbündelung, mindestens 3 Meter für Fußgänger an jeder Straßenseite, abgetrennt vom fließenden Verkehr, leicht verschwenkte Fahrbahn, 45 Grad schräge Parkplätze für leichtes Ausparken, durchbrochen von Gastroflächen und Begrünung. Sperrung des Lenbachplatzes für kommerzielle (Cafébestuhlung) und nichtkommerzielle Nutzung (Bocciabahn, Bänke, Eislaufbahn, ...) nach Ecke Pfarrgasse (keine Parkplätze im Süden des Lenbachplatzes, sondern nur noch vor der Sparkasse). In der Zeil erst mal keine Bestuhlung, sondern Parkplätze. Für Gastronomie soll sich explizit der Lenbachplatz entwickeln."

(Nicole Ruminy, mit freundlicher Genehmigung via Facebook)

Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild.

Architektenwerkstatt am 26.5.2014 - die Präsentation

Bei der Architektenwerkstatt präsentierten die Planer von Pesch und Partner, Stuttgart, ihre Analysen der Skizzen, die beim Kreativtag am 26. April entstanden waren. Die Präsentation diente als Diskussionsgrundlage für die nicht-öffentliche Runde von Bürgern, Planern, Moderatoren und Vertretern von Stadt und Land. Sie können Sie hier als pdf herunterladen.

Die 48 Seiten gliedern sich wie folgt: Im ersten Teil werden zunächst die gemeinsamen Oberziele aller vier Bürgerkonzepte vorgestellt:

  • Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer
  • Verkehrsberuhigung Lenbachplatz
  • Reduzierung des Durchgangsverkehrs
  • Reduzierung der Verkehrsflächen (Fahrbahnbündelung)
  • Sicherung von Parkraumangeboten

Dann werden die Vorstellungen der Gruppen Grün, Orange, Rot und Blau im Ganzen und im Detail vorgestellt. Ihre jeweiligen Stärken und Schwächen werden bewertet.

Es folgt im zweiten Teil ein Vergleich der Lösungen, die für die Teilräume Lenbachstraße, Lenbachplatz und Zeil sowie den heutigen Parkplatz Bartengasse vorgeschlagen wurden. Beim Thema Lenbachstraße machen Querschnittzeichnungen die Veränderungen deutlicher, die durch Farbahnbündelung, Quer- oder Schrägparken (siehe Bild rechts) entstehen würden.

Teil 3 zieht ein Fazit. Die grundlegenden Erkenntnisse lauten:

  • Die Schrobenhauser Innenstadt bietet derzeit zu wenig Aufenthaltsqualität
  • Die Innenstadt soll auch zukünftig mit dem Auto erreichbar sein
  • Die Verteilung der Verkehrsflächen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs wird von den Bürgern als unangemessen betrachtet
  • Eine Erhöhung des Flächenanteils für Fußgänger, Außengastronomie und Verweilzonen (nichtkommerziell) bedingt die Bündelung der Fahrbahnen
  • Der Fußgängerbereich ist barrierefrei auszuführen und eindeutig zur Fahrbahn abzugrenzen
  • Kundenparkplätze (Kurzzeitparkplätze) sind vorzuhalten.
  • Der Lenbachplatz soll der (autofreie) Mittelpunkt der Stadt werden
  • Die Marktnutzung ist auch zukünftig eine zentrale Funktion des Platzes
  • Das Rathaus kann grundsätzlich bestehen bleiben

Es bleiben aber noch viele Fragen zu klären, wie zum Beispiel

Thema Lenbachstraße:

  • Kann bzw. sollte der Verlauf der gebündelten Fahrbahn zur Entschleunigung des MIV (motorisierten Individualverkehrs) beitragen? Welche anderen Alternativen gibt es?

Thema Lenbachplatz:

  • Ist eine komplette Sperrung des Lenbachplatzes für den MIV vorstellbar? Wie werden die rückwärtigen Bereiche erschlossen?

Die letzte Seite fasst zusammen, welche zusätzlichen Informationen für die weiteren Planungen noch erforderlich sind. Hier geht es etwa die Frage:

  • Wie viele Stellplätze sind derzeit in der Innenstadt vorhanden? Wie viele Stellplätze werden zukünftig benötigt?