Zweite Konsensuskonferenz

So verlief die Veranstaltung am 17. März 2018

Pünktlich um 9:00 hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konsensuskonferenz im Sitzungssaal des Metzinger Rathauses versammelt, um sich intensiv über die Zukunft der Bäder auseinander zu setzen, die Kernargumente für und gegen die einzelnen Varianten zu beleuchten, zu gewichten und am Ende – wenn möglich – zu einem konsensualen Votum zu kommen.

Grundlage der Meinungsbildung der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger waren dabei (1)  die Argumente aus der ersten Beteiligungsphase (Online-Dialog, Postkarten), (2) die Argumente der Schlüsselakteure sowie (3) die Einschätzungen der Experten und Sachgutachten. 

Neben den "Zufalls"–Bürgerinnen und –Bürgern, die in ihrer Mischung aus jung und älter, weiblich und männlich, regelmäßige Badbesucher und "Wenigschwimmer" die Metzinger Bürgerschaft sehr gut repräsentierten, waren Vertreter der Schlüsselakteure, Experten für das Thema "Planen und Bauen", Mitarbeiter der Stadt und Stadtwerke Metzingen sowie die Gemeinderäte aller Fraktionen als stille Beobachter anwesend. Moderiert wurde die Konsensuskonferenz von Ute Kinn (Büro GRiPS).

 

Die Tagesordnung 

TOP 1: Begrüßung und Vorstellungsrunde

TOP 2: Fragen und Antworten im Austausch mit Experten und Schlüsselakteuren

TOP 3: Statements der Schlüsselakteure (max. 10 Min/Statement) und Rückfragen

TOP 4: Überprüfung der Vor- und Nachteile der Varianten vor dem Hintergrund der aktuellen Information in Arbeitsteilung und Vorstellung der Ergebnisse im Plenum

TOP 5: Individuelle, begründete Entscheidungsfindung und Empfehlung an den Gemeinderat

TOP 6: Weiteres Vorgehen und Verabschiedung

Es liegt im Kern der Methode "Konsensuskonferenz", dass alle Akteure, abgesehen von den Zufallsbürgern, nicht an der Diskussion und der Entscheidungsfindung beteiligt sind, sondern bei Sachfragen gehört werden bzw. im Fall der Schlüsselakteure ihre Statements vortragen können.

 

Der Vormittag

Der Vormittag stand zunächst im Zeichen der Klärung offener Fragen, die während der ersten Konsensuskonferenz zusammengetragen worden waren. Im Anschluss hatten die Schlüsselakteure Gelegenheit, ihre vorbereiteten Statements vorzutragen. Per Los wurde dabei die Reihenfolge bestimmt. Folgende Akteure waren vertreten:

  1. Schulen/Gesamtelternbeitrag, Jürgen Grund (Geschäftsführender Schulleiter)
  2. Zukunftsteam/Aktivpark, Thomas Redlinger
  3. Architekt Hallenbad, Paul-Ludwig Dolmetsch
  4. Vereine, Felix Schiffner (DLRG)
  5. Jugendgemeinderat, Nastassia Schotter

Alle Statements waren sehr gut vorbereitet und wurden sachlich vorgetragen. Im Anschluss an jedes Statement konnten Verständnisfragen gestellt werden.

 

Der Nachmittag

Nach einer kurzen Mittagspause war es an den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern, die gehörten und gelesenen Argumente noch einmal gemeinsam zu gewichten. Nach intensiver Arbeit in Gruppen und der Vorstellung der Ergebnisse im Plenum wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gebeten, individuell eine Entscheidung für oder gegen jede der drei Varianten zu treffen und diese zu begründen.

 

Das Ergebnis 

Überraschend deutlich fiel das Ergebnis am Ende aus.

Variante 3 fand keinerlei Zustimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Variante 1 wurde von drei Mitgliedern der Konferenz favorisiert, davon eine Person unter dem Vorbehalt, dass das Freibad dann vergrößert werden müsse. Zwei der dieser drei Teilnehmer konnten sich unter bestimmten Bedingungen auch den Neubau eines Kombibades auf dem Bongertwasen vorstellen.

Variante 2 (Kombibad) können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mittragen, allerdings z.T. unter bestimmten Bedingungen. So wurde u.a. gefordert, das aktuelle Hallenbad zu erhalten und zu prüfen, in welcher Form es nachgenutzt werden kann (z.B. Lehrschwimmbecken). Auch wurde die Anbindung des Bongertwasen über die Auchterstraße und die Stadionseite als Bedingung genannt. 

Die Ergebnisse der Konsensuskonferenz werden nun in Form einer Bürgerempfehlung an den Gemeinderat übergeben. Dieser wird im Rahmen einer öffentlichen Sitzung am 17. Mai 2018 einen Beschluss zur Standortfrage der beiden Bäder treffen. Dabei ist er nicht an die Empfehlung gebunden, hat sich aber verpflichtet, die Ergebnisse des Bürgerdialogs in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Die Konsensuskonferenz endete um 16:15 Uhr. 

 

Bericht: Anni Schlumberger

 Bürgerempfehlung der Konsensuskonferenz (PDF)

Portlets können nun hier hinzugefügt werden! (Dieser Schriftzug verschwindet in der mobilen Ansicht)

Aktuelles

30. Mai: Nachschub für die Presseschau: Das Reutlinger Wochenblatt kommentiert den Beteiligungsprozess in Metzingen. [PDF]

28. Mai: Wir haben die komplette Gemeinderatssitzung dokumentiert mit allen Statements und Dokumenten zum Download. Hier finden Sie unseren ausführlichen Bericht.

20. Mai: Die Entscheidung im Gemeinderat ist gefallen: Erste Presseartikel aus dem Reutlinger General-Anzeiger und der Südwestpresse finden Sie in unserer Presseschau.

20. April 2018: Bitte beachten Sie: 
Die Bürgerempfehlung und den Bericht zur zweiten Konsensuskonferenz jetzt online zum Nachlesen.

Am Donnerstag, 17. Mai, findet die Öffentliche Gemeinderatssitzung zur Zukunft der Metzinger Bäder um 18:00 Uhr in der Stadthalle statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen!


06. Februar 2018: Mit Videos und Fotos: So lief die erste Konsensuskonferenz im Metzinger Rathaus!