Die Konsensuskonferenz

Wie funktioniert eigentlich eine Konsensuskonferenz? Wer darf sich daran beteiligen und wie läuft diese ab? Hier haben wir grundlegende Informationen über diese Beteiligungsmethode für Sie zusammengestellt.

Aufgaben und Ablauf der Konsensuskonferenz

Die Konsensus-Konferenz besteht aus 20 Teilnehmer/innen, die mit Unterstützung von Fachleuten eine an den Gemeinderat gerichtete Empfehlung zur Zukunft der Bäder erarbeiten Die Teilnehmer/innen treffen sich unter externer Moderationen von GRiPS (Gesellschaft für intelligente Projektsteuerung) zu zwei Terminen. In einer ersten, circa 6-stündigen Veranstaltung erhalten die Teilnehmer/innen Informationen zum aktuellen Stand der Diskussion und zum Ergebnis der Online-Beteiligung. Sie befassen sich intensiv mit den Varianten und arbeiten Stärken und Schwächen der einzelnen Varianten aus.

Die Teilnehmenden machen einen Vorschlag zur Auswahl von Fachexperten und Schlüsselakteuren, die an der zweiten Konsensus-Konferenz teilnehmen werden und offene Fragen zum Projekt beantworten. Um die Auswahl von Fachleuten und Schlüsselakteuren zu erleichtern, hat die Arbeitsgruppe „Bürgerdialog Zukunft Bäder" fünf Schlüsselakteure festgelegt:

  • Schulen
  • Schwimmsportvereine
  • Jugendgemeinderat
  • Zukunftsteam Stadtentwicklung/Aktiv Park
  • Paul-Ludwig Dolmetsch, Architekt des architekturpreisgekrönten Eduard-Kahl-Bades.

Daneben stehen Fachexperten aus der Verwaltung sowie externe Experten (Vertreter eines Ingenieurbüros für Bäderplanung sowie der Deutschen Gesellschaft für Badewesen) zur Verfügung. Diese Liste kann von den Teilnehmern/innen der Konsensus-Konferenz ergänzt werden. GRiPS schreibt die Experten an und leitet die Fragen der Konsensus-Konferenz im Vorfeld des zweiten Treffens an die Experten weiter.

In der ganztägigen Konsensus-Konferenz beantworten die Experten und Schlüsselakteure die von den Teilnehmern/innen formulierten Fragen und diskutieren erste Lösungsansätze mit den Teilnehmenden. Die Schlüsselakteure können zudem ein eigenes Statement abgeben. Im Anschluss erarbeiten die Teilnehmer/innen die Empfehlung an den Gemeinderat. Es wird angestrebt, dass sich die Teilnehmenden auf ein gemeinsam getragenes Ergebnis verständigen. Etwaige Minderheiten-Voten werden ebenfalls in der Empfehlung wiedergegeben.

Zusammensetzung der Konsensuskonferenz

Es wird von insgesamt rund 20 Teilnehmer/innen an der Konsensus-Konferenz ausgegangen. Aus dem Einwohnerregister der Stadt Metzingen wurden 2.000 Personen per Zufall gezogen und mit einem persönlichen Anschreiben der Bürgermeisterebene zur Teilnahme an der Konsensus-Konferenz eingeladen. Sollten mehr Anmeldungen eingehen, als Plätze zur Verfügung stehen, wird wieder nach dem Zufallsprinzip aus den eingegangenen Anmeldungen, in denen statistische Angaben wie Alter und Gender erfasst werden, ausgewählt. Die Zusammensetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer soll der Heterogenität der Gesamtbevölkerung nahekommen.

Die 2.000 Personen wurden gleichzeitig und explizit eingeladen, sich vorab am Online-Dialog zu beteiligen. Außerdem wurden zusätzlich die verschiedenen Schlüsselakteure vorab informiert und explizit eingeladen, sich über die Online-Plattform als auch über die Konsensus-Konferenz am Prozess zu beteiligen. 

Die Konsensus-Konferenz ist nichtöffentlich. Vertreter relevanter städtischer Ämter so-wie externe Fachexperten werden beratend an der Konsensus-Konferenz teilnehmen. Vertreter aus den Fraktionen des Gemeinderats können den Prozess als stille Beobachter begleiten.

Ergebnis der Bürgerbeteiligung

Das Ergebnis der Bürgerbeteiligung ist eine Empfehlung an den Gemeinderat der Stadt Metzingen. Aus der Mitte der Konsensus-Konferenz werden zwei Delegierte gewählt, die zusammen mit GRiPS auf der Basis der Protokolle die Bürgerempfehlung ausarbeiten. GRiPS wird hierzu einen Entwurf vorbereiten und diesen den beiden Bürgerdelegierten zum Gegenlesen zukommen lassen. Sollte es zu unterschiedlichen Einschätzungen in der Formulierung der Bürgerempfehlung kommen, wird in einem Treffen mit den Delegierten nach einer gemeinsam getragenen Lösung gesucht.

Öffentliche Ergebnispräsentation

Die Bürgerempfehlung wird schließlich in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates vorgestellt.

 

Weiterführende Links:

Kontakt

Bei Fragen zum Ablauf der Konsensukonferenzen wenden Sie sich bitte an:

Ute Kinn
GRiPS Gesellschaft für intelligente Projektsteuerung
Friedrichstraße 4, 76275 Ettlingen

E-Mail: ute.kinn@grips-ettlingen.de
Tel.: 07243/719 455
www.grips-ettlingen.de

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Aktuelles

30. Mai: Nachschub für die Presseschau: Das Reutlinger Wochenblatt kommentiert den Beteiligungsprozess in Metzingen. [PDF]

28. Mai: Wir haben die komplette Gemeinderatssitzung dokumentiert mit allen Statements und Dokumenten zum Download. Hier finden Sie unseren ausführlichen Bericht.

20. Mai: Die Entscheidung im Gemeinderat ist gefallen: Erste Presseartikel aus dem Reutlinger General-Anzeiger und der Südwestpresse finden Sie in unserer Presseschau.

Am Donnerstag, 17. Mai, findet die Öffentliche Gemeinderatssitzung zur Zukunft der Metzinger Bäder um 18:00 Uhr in der Stadthalle statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen!


20. April 2018: Bitte beachten Sie: 
Die Bürgerempfehlung und den Bericht zur zweiten Konsensuskonferenz jetzt online zum Nachlesen.