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Brief von Dr. Winfried Glüer: Zustimmung zu Dr. Kleineikenscheidt

Dem ausführlichen Leserbrief von Dr. Kleineikenscheidt, SWP 30. 12. 2017, über die Zukunft der Metzinger Bäder stimme ich in allen Punkten zu.

Die Argumente von Hern Wetzel (online - forum 29. 12.) halte ich für voreingenommen: weder die ökologischen noch die ökonomischen, geschweige denn die verkehrspolitischen Gesichtspunkte sind genügend berücksichtigt.

Ökologisch: während der vergangenen 20 Jahre, seit wir in Metzingen leben, sind ausgedehnte Flächen für den industriellen Ausbau in Anspruch genommen worden. (Industriegebiet Nord, entlang der B312 Richtung Riederich, Industriegebiet Süd - Katzenäcker  usw.,  Industriegebiet Südost   - Braike, Wangen). 
Was bleibt noch übrig? Wieviele Arbeitsplätze sind damit wirklich gewonnen, wenn die großen Firmen vor allem Lagerhallen erstellen, während die eigentliche Produktion (Arbeitsplatz-intensiv!) nach Asien ausgelagert wurde? Ist es nach dieser großzügigen Ausweitung zu verantworten, noch mehr Fläche (Alternative Bongertwasen) zu verbrauchen? 
Argumentiert wird u. a. mit dem Hinweis auf eine langfristige Planung (Neuanlage für die nächsten 50 Jahre). Dabei ist die Ökologie durch den bereits erfolgten Ausbau schon schwer geschädigt und das Naherholungsgebiet  (Nord, Süd, Osr) so eingeschränkt worden, daß zufuß oder mit dem Fahrrad früher unmittelbar erreichbare  Gebiete inzwischen 'industrialisiert' worden sind. (Die Nachbargemeinde Dettingen folgt dem Metzinger Beispiel: Vogelsang!).

Ökonomisch:
 Der Umstand, daß die Stadt aufgrund der Einnahmen durch den Fabrikverkauf im Vergleich zu der Mehrzahl der deutschen Kommunen finanziell 'gut' ausgestattet ist, verpflichtet zu größter Umsicht und gewissenhafter Sorgfalt in der Wahl der Prioritäten. Der großzügige Umgang mit den erheblichen Mehrkosten (Bongertwasen) vernachlässigt andere Prioritäten (Erstellung von bezahlbarem Wohnraum, Fahrradwege, Infrastruktur, Ausbau von Parks ( nicht nur von Parkplätzen oder -häusern!, ) sollte auch unter Berücksichtigung ethischer Gesichtspunkte (Lebensqualität) erfolgen und nicht vordringlich unter wirtschaftlichen Erwägungen, die der weiteren Bevölkerung nur bedingt zugute kommen. Für die Mehrzahl der Bürger wird der Mehraufwand (zwei-Bäder-Neuerrichtung - vier bis acht Millionen oder mehr?) angesichts anderer dringender Prioritäten kaum nachvollziehbar sein. 

Verkehrspolitisch:  Das Argument der Erreichbarkeit ist anderweitig genügend dargestellt worden und soll hier lediglich bestätigt werden. Die Alternative Bongertwasen  
schließt für einen Großteil der bisherigen Besucher der Bäder die weitere Nutzung aus, soweit sie aus ökologischen  (und anderen) Gründen das Fahrrad benutzen.
Für mich bedeutete eine derartige Entscheidung das Ende der Bäder-Nutzung.

Fazit:  
Eine Entscheidung über die Zukunft der Bäder steht an. Das dürfte von niemand ernstlich bezweifelt werden, wenn auch kürzlich in einem Leserbrief (SWP) abschätzig von einem "Vergnügen, im Wasser zu plantschen" zu lesen war. Es geht zweifellos um mehr:   Gesundheit und Sport! 

Somit ist dies ein Plädoyer für die Sanierung und den Ausbau der Bäder an ihrem bisherigen Standtort.

Meine Äußerung soll nicht industrie-feindlich mißverstanden werden, durchaus aber als Betonung wichtiger Gesichtspunkte, die über ein Denken in bloß wirtschaftlichen Kategorien hinausführt. Es geht um den ganzen Menchen, kurz, um Lebensqualität,  jetzt und in Zukunft.

Es grüßt Sie herzlich mit meinen guten Wünschen für das neue Jahr 2018
Ihr
Dr. Winfried Glüer

Anmerkung: Dieser Beitrag erreichte und per Mail. Vielen Dank dafür.

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05.01.18, Die Diskussion im Forum geht weiter: Lesen Sie heute den Beitrag von Herr Dr. Winfried Glüer. 

29.12.17, Aufgrund der außerordentlich vielzähligen Teilnahme wird die erste Beteiligungsphase bis Mitte Januar verlängert.

29.12.17, Auf der Basis der bisherigen Beiträge und Informationen wägt Michael Wetzel pro und contra ab. Zu welchem Ergebnis er kommt, lesen Sie jetzt im Forum. 

28.12.17, Gegen die Verlegung der Bäder argumentiert Dr. H. Kleineikenscheidt im neuesten Beitrag jetzt im Forum

28.12.17, Täglich gehen weitere Beiträge Pro und Contra im Forum ein. Heute geht es beispielsweise um das Stichwort Verkehr und die Frage, ob ein Bad am Bongertwasen die Verkehrsbelastung stark erhöht. Wie sehen Sie diesen Punkt? Schauen Sie rein und diskutieren Sie mit!