Bildung für die E-Society

Allgemeinbildung ist die Voraussetzung für den Umgang mit den täglichen Herausforderungen des Lebens und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Traditionelle Bildungskonzepte versuchen diesen Anforderungen durch die Bereitstellung von Bildungsinhalten zu begegnen, die es dem Menschen erlauben sollen, sich in seiner Umwelt zu behaupten und zurechtzufinden. Man kann in diesem Zusammenhang durchaus von „angebotsorientierten" Bildungsinhalten sprechen.

Die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens und durch die Digitalisierung immer umfassender Lebensbereiche unterliegt dieses Bildungsangebot nach Einschätzung der Integrata-Stiftung für die humane Nutzung der Informationstechnik einem Paradigmenwandel: Das allgemeine und spezielle Bildungsangebot wird in vielen Bereichen ergänzt bzw. ersetzt durch „nachfrageorientierte" Bildungsinhalte. Antworten auf Anforderungen der individuellen und gesellschaftlichen Lebenswelt werden mehr und mehr durch die Suche nach Antworten im Internet ersetzt bzw. ergänzt. Antwortoptionen werden dabei häufig nach entsprechenden Algorithmen der verwendeten Suchmaschinen erzeugt, unterliegen einem Ranking und können je nach bisherigem Benutzerverhalten und dem zugeordneten Benutzerprofil im Internet für unterschiedliche Personen unterschiedlich ausfallen. Gibt es dadurch eine „Vermainstreamung" der Bildung? Wie wird die Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst? Wohin entwickelt sich die E-Gesellschaft?

Die Integrata-Stiftung für die humane Nutzung der Informationstechnologie sucht mit der diesjährigen Preisausschreibung Antworten darauf, wie Bildung aussehen muss, um als Individuum verantwortlich und selbstbestimmt in einer E-Gesellschaft agieren zu können. Welche Inhalte kann und muss Bildung hierzu wie vermitteln?

Unter dieser Aufgabenstellung soll ein anwendungsorientierter Projektantrag eingereicht werden, der Ideen und zukunftsfähige Lösungen zum Thema „Bildung für die E-Society" enthält.

Wir sind uns der Komplexität und Interdisziplinarität dieser Aufgabenstellung bewusst und haben den diesjährigen Wolfgang-Heilmann-Preis deshalb als kollaborativen Ansatz ausgeschrieben. Hierzu stellt die Stiftung eine Online-Diskussionsplattform zur Verfügung, auf der sich Interessierte aus Wissenschaft und Praxis zum Thema „Bildung für die E-Society" austauschen und gemeinsam Lösungskonzepte entwickeln können. Diese Plattform steht im Zeitraum 01.02.2016 bis 13.11.2016 zur Verfügung. Ergänzt wird die asynchrone Austauschplattform durch virtuelle Konferenz- und Tagungsräume. Eine optionale Präsenstagung im Frühjahr 2016 soll zudem angeboten werden.

Wir erwarten, dass sich die Nutzer dieser Diskussionsplattform disziplinenübergreifend austauschen und organisieren und zum 13.11.2016 Themenpapiere und umsetzungsorientierte Lösungen erarbeiten, die für den Wolfgang-Heilmann-Preis eingereicht werden können.

Der Wolfgang-Heilmann-Preis 2016 ist mit einem Preisgeld von 20.000 € ausgestattet, das an bis zu 3 Preisträger vergeben werden kann.

Die öffentliche Preisverleihung ist für Dienstag, den 24. Januar 2017 in Karsruhe auf der LEARNTEC geplant.

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Aktuelles

Die Bewerbungsfrist zum Wolfgang-Heilmann-Preis ist beendet. Zur Zeit werden alle eingegangenen Einreichnungen eingehend geprüft und von der Jury bewertet.

Ort und Datum der Preisverleihung stehen fest. Der Wolfgang-Heilmann-Preis 2016 wird am 24. Januar 2017 im Rahmen der LEARNTEC in Karlruhe verliehen.

Für alle Teilnehmer am Wolfgang-Heilmann-Preis 2016 fand am Freitag, 22. Juli, ein Workshop in Tübingen statt. Die Dokumentation ist nun online.