Expertenforum Bürgerbeteiligung 2016: Impulsgeber

Schwerpunkt in diesem Jahr ist das Thema Integrierte Bürgerbeteiligung, die Verzahnung von Online- und Offline-Verfahren. Mit unseren spannenden Impulsen aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis erhalten Sie einen professionellen und fundierten Einblick in die Thematik. Nach den Impulsen können Sie sich auf einem Basar der Erfahrungen austauschen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, die ihre bereits durchgeführten Beteiligungsprojekte vorstellen und von ihren Erfahrungen berichten.

Unsere Impulsgeber sind:

 

Michelle Ruesch
Bürgerbeteiligungsagentur Zebralog

Michelle Ruesch hat ihren Master in Politics and Communication an der London School of Economics and Political Science (LSE) absolviert und in Maastricht und Toulouse studiert. Seit 2011 arbeitet sie als Projektleiterin bei der Bürgerbeteiligungsagentur Zebralog und ist Teamleiterin in Bonn. Sie konzipiert und moderiert Beteiligungsverfahren, begleitet sie im Projektmanagement und arbeitet dabei sowohl online als auch offline mit den Bürgern. Beim Expertenforum Bürgerbeteiligung kann sie uns ganz praktisch erzählen, wie integrierte Bürgerbeteiligung funktioniert und welche Vorteile sie bietet.

Meine Erwartungen an das Expertenforum:
Ich freue mich auf spannende Diskussionen, neue Impulse und interessante Begegnungen beim Expertenforum der Integrata-Stiftung. Gerade beim Thema Bürgerbeteiligung, das ständig im Wandel ist, ist der regelmäßige Austausch und das gegenseitige Lernen voneinander sehr wichtig.

Meine Kernthese:
Online oder ‚offline‘ – Ein Kanal reicht in der Regel bei heutigen Beteiligungsangeboten nicht mehr aus. Die zentrale Frage muss daher sein, wie beide Känäle miteinander verzahnt werden können. Offline und online bringen jeweils unterschiedliche Qualitäten ein, die – in Kombination – zu einem sehr guten Ergebnis und einer hohen Beteiligung führen.

Der Stellenwert des Internets bei Bürgerbeteiligung:
Ohne das Netz geht es nicht mehr. Mindestens als Kanal für Information und Transparenz ist die Nutzung des Internets ein Muss. Aber auch für strukturierte, in der Stadtgesellschaft sichtbare Dialoge sind Online-Plattformen sehr gut geeignet. Die Praxis zeigt, dass online eine größere und vielfältigere Teilnehmerschaft erreicht werden kann. Allerdings darf Online-Beteiligung (genau wie Beteiligung vor Ort!) keinesfalls nur an Zahlen gemessen werden – schließlich geht es nicht darum repräsentative Meinungsbilder zu erfassen, sondern darum, einen offenen Kanal anzubieten, über den jede*r sich informieren und einbringen kann, auch ohne gleich einer Partei oder Bürgerinitiative beitreten zu müssen.

Michael Paak
MWS Projektentwicklung GmbH / Stadt Mannheim

Michael Paak hat Stadt- und Wirtschaftsgeographie studiert und schon im Studium seinen Schwerpunkt im Städtebau und der Verkehrsplanung gesetzt. Jetzt Projektleiter der MWSP Mannheimer Projektentwicklungsgesellschaft, hat Paak schon im Planungsamt der Stadt Nürtingen Erfahrungen gesammelt, war dort zuletzt Amtsleiter und arbeitete bereits in verschiedenen Planungsbüros. Seine Erfahrungen auch der Stadtentwicklung und seine Mitwirkung bei der Entwicklung und Durchführung des Stadtentwicklungskonzeptes Nürtingen 2020 werden die Podiumsdiskussion erweitern und bereichern.

 

Dr. Rolf Frankenberger
Universität Tübingen

Mit seinem Arbeitsschwerpunkt Politik und Ökonomie bewegt sich der Politikwissenschaftler Dr. Rolf Frankberger ganz nah an den Problemen unserer Zeit. Nach seinem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Universität Tübingen promovierte er zum Thema „Gesellschaft – Individuum – Gouvernementalität: Theoretische und Empirische Beiträge zur Analyse der Postmoderne". Seit 2003 arbeitet er als Akademischer Mitarbeiter am Tübinger Institut für Politikwissenschaft. Als einer der Autoren des Demokratie-Monitors Baden-Württemberg wird Rolf Frankenberger auf dem Expertenforum das Thema Bürgerbeteiligung aus politikwissenschaftlicher Sicht beleuchten.

Meine Erwartungen an das Expertenforum:
Politik, Verwaltung und Wissenschaft tauschen sich (noch) zu wenig über Chancen und Grenzen von Bürgerbeteiligung aus. Das Expertenforum ist eine gute Gelegenheit, den Dialog zu intensivieren.

Meine Kernthese:
Baden-Württemberg ist ein Beteiligungs-Land. Die Beteiligung ist vielfältig und bunt, aber kaum online.

Der Stellenwert des Internets bei Bürgerbeteiligungen:
Das Internet und Online-Beteiligungswerkzeuge bieten Orte und technische Lösungen, die gezielt in Beteiligungsprozesse eingebunden werden können.

Stefan Kraus und Peter Wilke
Bürgerkommune Herrenberg

Herrenberg ist nicht einfach nur eine Stadt in der Nähe von Stuttgart. Herrenberg ist eine Mitmachstadt, eine Bürgerkommune. Jeder soll sich einbringen, jeder seine Meinung sagen. Das ist eine Herausforderung für die Verwaltung. Stefan Kraus, Leiter der Technischen Dienste, und Peter Wilke vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur werden auf dem Expertenforum Bürgerbeteiligung von ihren Erfahrungen berichten und aufzeigen, wie ihre Verwaltung sich ganz auf Bürgerbeteiligung eingestellt hat.

Unsere Erwartungen an das Expertenforum:
Wir sind gespannt auf den Erfahrungsaustausch und erhoffen uns Impulse für unsere kommunale Arbeit. Niemand muss das Rad neu erfinden und es macht immer Sinn von anderen zu lernen und neue Netzwerkkontakte zu knüpfen.

Unsere Kernthese:
Das Verhältnis zwischen Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung hat sich gewandelt. Viele Bürger wollen heutzutage ihr direktes Umfeld aktiv mitgestalten. Dies hat große Auswirkungen auf die Art der Kommunikation aller Beteiligten. Es geht darum vom Monolog zum Dialog zu kommen und Betroffene zu Beteiligte zu machen.

Der Stellenwert des Internets bei Bürgerbeteiligungen:
Dem Internet kommt große Bedeutung bei Beteiligungsprozessen zu, da die digitale Transformation alle Lebensbereiche durchdringt und genau die Werkzeuge bereitstellt, die es ermöglichen, effiziente Dialogstrukturen aufzubauen. Ferner bietet das Internet sehr gute Möglichkeiten alle notwendigen Informationen unabhängig von Zeit und Raum, allen Altersgruppen zur Verfügung zu stellen.

 

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Aktuelles zum Expertenforum

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April 2017: Ein aus­führ­licher Ergebnis­bericht zum XF17 ist online.


01.03.2017: Endspurt: Die finale Version des Programm­flyers ist online!