Bleiben Sie dabei!" – Erste Ergebnisse und wie es weitergeht

Sie ließen sich von nasskaltem Vorfrühlingswetter nicht schrecken: Über 40 Bürgerinnen und Bürger fanden sich am Abend des 8. März 2017 im Versammlungsraum der Stadthalle ein. Die Stadt Blaubeuren hatte zusammen mit Polit@ktiv zur Informationsveranstaltung geladen. Zwei Fragen standen im Vordergrund: Wie geht es weiter mit der Bürgerbeteiligung rund um das Blautopf-Areal? Was sind bisherige Ergebnisse?

Begrüßt wurden die Anwesenden von einem frohgemuten Bürgermeister Jörg Seibold, der sich für die knapp 80 eingegangenen Beiträge bedankte. Diese reichen von von einfachen Wortmeldungen über Skizzen bis hin zu kompletten Konzepten. Auch lobte er seine Bürgerinnen und Bürger für den respektvollen Umgang miteinander; es habe keinen Verstoß gegen die Netiquette gegeben. Was ihn aber auch nicht sehr verwunderte, so fügte er hinzu: „Das haben wir in Blaubeuren bisher auch noch nie erlebt."

Detaillierter wurde es dann mit dem Vortrag von Anni Schlumberger von Polit@ktiv. Dort hat man aus allen Beiträgen die Kernaussagen herausgeholt und diese stellte Schlumberger nun vor – zugeordnet zu Handlungsfeldern. Sie betonte jedoch, dass diese Handlungsfelder ein Vorschlag zur Gruppierung sei. Auch könnten die Bürgerinnen und Bürger im weiteren Prozess frei wählen, welche Schwerpunkte sie bearbeiten wollten. Als der Wunsch nach häufigerer Reinigung des Blautopf-Areal von der Leinwand flimmerte, ging ein schmunzelndes und vermeintlich wissendes Raunen durch die Menge. Generell war auch der Verkehr im Areal ein Thema, das viel Zuspruch fand. Schlumberger machte erste Tendenzen aus und stellte zum Beispiel fest: „Konsens war der Wunsch nach Verkehrsberuhigung."

Anschließend hatten die Anwesenden die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden: Nach Handlungsfeldern gruppiert standen alle Kernaussagen auf Plakaten zur Verfügung. Pro Handlungsfeld konnten je drei Klebepunkte an Aussagen vergeben werden, gemäß der Aufgabenstellung: „Das ist mir besonders wichtig." Fehlende Aussagen konnten vor Ort ergänzt werden – eine Möglichkeit, von der auch Gebrauch gemacht wurde. Die Anwesenden tauchten guter Dinge in die Verteilung ihrer Klebepunkte ein, und auch so manches Für und Wider kam gleich zur Sprache: Verkehrsberuhigung über Verbote brächte nichts, so war sich einer sicher, man müsse Poller aufstellen. Ein anderer meinte, man müsse die Einhaltung der Verbote eben auch kontrollieren. Einen Eindruck von diesem ersten Stimmungsbild finden Sie unter diesem Text in der Bildergalerie.

Zurück auf dem Podium fassten Schlumberger und Seibold das Stimmungsbild kurz live zusammen und erklärten, wie es nun weitergeht: Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich in Arbeitskreisen zusammenzufinden und die Themen weiter zu bearbeiten. Ziel soll es sein, dass dem Gemeinderat substantielle Vorschläge aus der Bürgerschaft überreicht werden. Die wichtigsten nächsten Termine wurden ebenfalls bekannt gegeben: Am 25. März findet ein Workshop zum Start der Arbeitskreise statt, dieser geht von etwa 9:30 bis 15 Uhr. Zwei weitere Termine stehen bereits: Am 6. Mai gibt es ein Kolloquium für alle Arbeitskreise und am 4. Juli werden die finalen Ergebnisse vorgestellt. Wer in Blaubeuren rund um das Blautopf-Areal in einem Arbeitskreis mitgestalten möchte, kann sich direkt in einem Online-Formular dafür melden – oder per Mail an blaubeuren@politaktiv.org, oder auch telefonisch unter 07071-5667638.

Den Abschluss des Abends bildete eine Fragerunde. Bürgermeister Seibold ging auf alle Fragen direkt ein und stellte die Bedeutung größtmöglicher Transparenz des Prozesses heraus: „Wissen voneinander kann ich nur erreichen, wenn es öffentlich ist." Den Wunsch, die Verkehrsplanung mit Priorität zu behandeln, wies er zurück: Er könne und wolle nicht entscheiden, welche Themen die wichtigeren seien, das sei Sache der Bürgerinnen und Bürger. Mit Anni Schlumberger war er sich einig: Möglichst viele Menschen sollten auch weiterhin an der Bürgerbeteiligung teilnehmen, damit möglichst alle Interessen auch gebührend vertreten seien. Und so schloss Seibold die Veranstaltung mit Dankesworten und dem Wunsch: „Bleiben Sie dabei!"

Fotos & Bericht: Niels Ott

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Fotogalerie: Stimmungsbild auf den Plakaten

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