Es geht los: Die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung Blautopfareal: Gemeinsame Lösungen und Schnittmengen gesucht

Die Auftaktveranstaltung in der Stadthalle vermittelte nicht nur eine Menge Informationen über Ziele und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, sondern brachte gleich auch die ersten Ideen.

Ein Bürgerbeteiligungsprozess zum Wahrzeichen einer Stadt verspricht immer Spannung: In Blaubeuren ist ein solcher gestern gestartet. Das Blautopfareal soll in den kommenden Jahren umgestaltet werden – und die Bürger sind aufgerufen, sich mit ihren Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen. Der Blaubeurer Bürgermeister Jörg Seibold, der in der Stadthalle den offiziellen Startschuss für den Prozess gab, nennt dies "Gestaltungsräume anbieten und sich in diesen kreativ einzubringen". Er möchte "Lust zum Mitmachen" erzeugen, nicht nur bei den etwa 70 anwesenden Bürgern, sondern in der gesamten Stadt.

In seiner Eröffnung verwies Seibold noch einmal auf die bestehenden, teils wiederstreitenden Interessenlagen, zum Beispiel zwischen Anwohnern und passierenden Autofahrern, den Veranstaltern der Sommerbühne, Naturschützern und Touristen. Alle sollen ihre Stimme einbringen, dabei aber auch versuchen,  „einen Schritt vom eigenen Gestaltungsansatz zurückzutreten und zu reflektieren, welche Konsequenzen die eigenen Vorstellungen für alternative Zielformulierungen und Schwerpunkte haben."

Anni Schlumberger von Polit@ktiv stellte im Anschluss nicht nur den konkreten Ablauf des Prozesses, sondern auch die Beteiligungsmöglichkeiten vor.  Neben der Internetplattform www.blaubeurengestalten.de können die Bürger auch Postkarten nutzen, um Ihre Ideen und Anliegen einzubringen. An drei Stellen, nämlich am Rathaus, der Touristeninformation und in der Stadtbücherei, wurden dazu Ideenboxen aufgestellt, in die die Karten ohne Frankierung eingeworfen werden können.

Anni Schlumberger versicherte, dass keine eingereichte Idee verloren gehe und alle gleichberechtigt behandelt werden. Im Anschluss waren die anwesenden Bürger eingeladen, erste Ideen einzureichen und sie an eigens bereitgestellten Pinnwänden zu hinterlassen.

Das Ergebnis des Abends: Die ersten Ideen sind schon da, die "Lust zum Mitmachen" wurde geweckt. Es kann also losgehen mit der Beteiligung in Blaubeuren.

Bericht: Sascha Blättermann; Bilder: Niels Ott

Downloads:

Bürgerstimmen

Diese Ideen machen den Anfang. Sie finden Sie natürlich auch auf der "Pinnwand", auf der wir alle Beiträge sammeln.Weitere Ideen und Anregungen? Dann machen Sie mit und bringen Sie sich ein, entweder hier auf der Online-Plattform oder vor Ort durch das Ausfüllen und Einwerfen der Postkarten. 

Wasserrad reinigen, Fußgängersteg am Rundweg

  1. Das Wasserrad der Hammerschmiede sollte regemäßig gereinigt werden, ebenso der Zulaufkanal (zu stark vermost)
  2. In der Regel endet für den Besucher der Rundgang am Denkmal der Albwasserversorgung. Vorschlag: Von dort einen Fußgängersteg bis zum Anfang der Sommerbühne anlegen, so wäre eine fußgängerfreundliche Begehung auch für Rollstuhlfahrer möglich

(Manfred Daur)

Rundweg und Treppen

Herrichten des Rundweges (auch der Treppen) um den Blautopf

Standorte für Führungen

Berücksichtigung von guten Standorten für Gruppenführungen

Beleuchtung

Beleuchtung des Weges / Plattform

Verkehrsberuhigter Bereich

Verkehr für Kleingärtner, ehem. Goethe-Institut, entkoppeln und Rückbau des Blautopfareals in verkehrsberuhigten Bereich, der lediglich von Anwohnern benutzt werden darf.

Barrierefreie Toilette

Zugang zur Toilette endlich behindertengerecht machen

Wildparken verhindern

"Wildparken" entlang der zufahrt + rund um den Blautopf nicht nur verbieten sondern verhindern.

Zugang zum Wasser

Zugang zum Wasser von der Straße aus im Moment durch Bestuhlung versperrt.→ Mauer durch Treppen zum Wasser ersetzen.

Buchsbäume erhalten

Erhalt des Baum-Pflanzen-Bestands vor allem des alten Buchsbaumvorkommens

Naturgetreu und schön

Ich wünsche mir eine naturgetreue nahe Umgestaltung, keine diversen Skultupren, die schöne Umgebung rund um den Blautopf erhalten. Feste, begehbare Wege um den Blautopf, schöne Sitzgelegenheiten in Holz zm Verweilen und Genießen.

Neue Möblierung

Neue Möblierung am Blautopf

  • hinten an den Wegen
  • an der Plattform

Zugang zum Klostersaal

Weiterer Zugang zum Klostersaal, z.B. Weg von der Albwasserversorgung zum Badhaus oder radikaler die Mauer an mehreren Stellen öffnen

Hinweisschild: Keine Wendemöglichkeit

Hinweis "Keine Wendemöglichkeit am Blautopf" bereits an Lindenstraße und Klosterstraße beschildern. Plus: Sofort umsetzen.

(Norbert Schenwein)

Ganz ohne Verkehr?

Straßen nur für Anwohner zulassen (Oder ganz ohne Verkehr? Dann aber mit guter Lösung für Anwohner

Zaun erneuern

Morsche Umzäunung (schöner) ersetzen

Zugang zu den Toiletten

Zugang vom Kloster zu den öffentlichen Toiletten (tagsüber)

Neue Beschilderung

Neue Beschilderung:

  • einheitlich
  • unnötige entfernen

Beschilderung

Gute, informative + ansprechende Beschilderung, auch direkt am Blautopf

Neues aus Blaubeuren

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Am 25.07.17 wurde die Broschüre mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses an den GR übergeben. Näheres folgt.

Am 4. Juli stellten die Arbeits­kreise Ver­kehr und Ge­staltung ihre Er­geb­nisse vor. Lesen Sie unseren Bericht!


Ein Kurz­bericht vom Kolloqui­um der Arbeits­kreise am 6. Mai 2017 ist online.