Blaubeuren: Bürgerbeteiligung steckt in der heißen Phase

Der Blautopf ist das Wahrzeichen in Blaubeuren. Doch weder die Gestaltung des Blautopf-Areals noch die Funktionalität entsprechen den heutigen vielfältigen Anforderungen. Auch besteht an einigen Stellen sogar konkreter Handlungsbedarf. Das Areal soll saniert und umgestaltet werden in den kommenden Jahren. Dafür wurden in den letzten Monaten umfangreiche Ideen gesammelt – und zwei Arbeitskreise gebildet, die aus diesen Ideen konkrete Vorschläge entwickelt haben. Am 6. Mai trafen sich in Blaubeuren die beiden Arbeitskreise im kleinen Kreis im Joachim-Hahn-Gymnasium, um ihre bisherige Arbeit vorzustellen – und trafen dabei auch auf den Stadtplaner, der diese Vorschläge später berücksichtigen sollte.

Schwerpunkt Verkehrsberuhigung am Wochenende

Der Blaubeurer Arbeitskreis „Verkehr und Erschließung" schaute sich nicht nur die aktuelle Verkehrslage am Blautopfareal an, sondern analysierte das Verkehrskonzept in der gesamten Stadt. Ein besonderes Augenmerk lag für den Arbeitskreis auf der Verkehrsberuhigung, da gerade am Wochenende der Reiseverkehr sehr stark sei: Die Mitglieder des Arbeitskreises schlugen vor, dass man mit einem Verkehrsleitsystem die anreisenden Touristen besser steuern und durch einen Rundweg die Besucher nicht nur zum Blautopf, sondern auch zu anderen sehenswerten Plätzen in der Altstadt führen könnte. Dies würde zu einer Beruhigung des Verkehrs in der Innenstadt führen – und gleichzeitig zu einer Belebung der gesamten Altstadt.

Auch der Arbeitskreis „Gestaltung" schlug einen entsprechenden Themenweg vor, der Besucher einlädt, nicht nur den Blautopf zu besuchen, sondern auch in die Altstadt zu gehen. Blaubeuren habe mehr zu bieten als nur den Blautopf. Doch auch der Blautopf selbst sollte umgestaltet werden: Mit neuen Beschriftungen und einem neuen Konzept für den Platz der Sommerbühne sollen Besucher zum Verweilen animiert werden.

Abschlusspräsentation im Juli

Die Ideen der Arbeitskreise kamen beim Stadtplaner sehr gut an. Er betonte die Einzigartigkeit des Blautopfes und kritisierte insbesondere die Busunternehmen, die Blaubeuren auf den Blautopf reduzieren würden und stimmte mit den Arbeitskreisen überein, dass gerade am Wochenende der Verkehr stärker geordnet werden müsse. Hier bräuchte es den Einbezug weiterer Fachleute, die beurteilen müssen, wie sich eine Verkehrsverlagerung auf das bisherige Verkehrskonzept auswirken würde.

Am 4. Juli werden die Arbeitskreise aus Blaubeuren nun ihre ausgearbeiteten Vorschläge öffentlich präsentieren – und im Rahmen einer eigens erstellten Broschüre zusammenfassen. Dann werden die Vorschläge im Gemeinderat diskutiert und priorisiert. Damit kann der Blautopf in Zukunft wieder beides sein: Ein Wahrzeichen der Stadt und ein Ort, der den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.

 

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Neues aus Blaubeuren

Die offizielle Broschüre mit Rahmen­texten und Er­geb­nis­sen, die dem Gemein­de­rat über­geben wurde, ist nun online.


Am 25.07.17 wurde die Broschüre mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses an den GR übergeben. Näheres folgt.

Am 4. Juli stellten die Arbeits­kreise Ver­kehr und Ge­staltung ihre Er­geb­nisse vor. Lesen Sie unseren Bericht!


Ein Kurz­bericht vom Kolloqui­um der Arbeits­kreise am 6. Mai 2017 ist online.