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Polit@ktiv macht Bürger­beteiligung. Online und vor Ort, von der Planung ganzer Prozesse bis zur Durch­führung. Darüber schreiben wir hier. Und wir fragen Experten zu über­geordneten Themen rund um Bürger­beteiligung, Parti­zi­pation und Demo­kratie.

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Einträge mit Politaktiv Blog Online-Bürgerbeteiligung .

Strukturen von Bürgerbeteiligung selbst schaffen

Wie können wir dafür sorgen, dass mehr Menschen an Beteiligungsverfahren mitmachen? Vielleicht müssen wir mit Ihnen darüber sprechen, wie sie sich Bürgerbeteiligung vorstellen. Ein Gastbeitrag zur Serie #Bürgerbeteiligung2030

Von Julian Merkel

Demokratie, Selbstbestimmung, Bürgerbeteiligung: Bei fast allen Bürgern sind diese wichtigen demokratischen Werte unbestritten und doch sind es am Ende erst einmal Worte, die mit Inhalt gefüllt werden müssen. Während für die einen Bürger zwei Kreuze an den spärlich gesäten Wahltagen nicht genug sind, scheint für andere selbst der Gang zum Wahllokal zu weit oder bloß eine Auswahl von fremden Möglichkeiten zu sein.

Es hierbei zu belassen, hieße, die Urne sich selbst zu Grabe tragen zu lassen. Dieser Ausgangslage zu begegnen und diese Enden zusammenzubringen, ist also eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Denn sie ist zugleich der Schlüssel zur Begegnung vieler anderer Herausforderungen, an denen sich etablierte Verfahren die Zähne ausbeißen. Strukturen der demokratischen Beteiligung müssen sich deshalb auch an den Möglichkeiten und Bedürfnissen derer orientieren, die sie mit Leben füllen sollen: den Bürgerinnen und Bürgern. Aber wie soll das gehen?

Bürgerbeteiligung als Gegenstand der Bürgerbeteiligung

Vielleicht so: Bürgerinnen und Bürger bereits einzubeziehen in der Frage, wie Bürgerbeteiligung aussehen sollte. So können Strukturen und Verfahren entstehen, die den Menschen, die sie sich zu eigen machen sollen, gerecht werden. Nach welchen Regeln Mitbestimmung vor Ort möglich sein soll, soll auch von denen mitbestimmt werden, die diese in Zukunft auch wahrnehmen sollen. Bürgerinnen und Bürger sollen darüber entscheiden, wie die Kanäle aussehen sollen, in denen Ihr Bürgerinnen- und Bürger-Sein aufgehen kann.

Dafür braucht es aber auch einen entsprechenden Raum. In Frankfurt am Main werden in diesem Jahr zum Beispiel 60 zufällig ausgewählte Menschen aus Frankfurt, über drei Samstage verteilt, der Frage nachgehen, wie Bürgerbeteiligung in der Stadt künftig aussehen soll - begleitet von Experten, Beispielen aus anderen Städten, aber vor allem in der Diskussion unter den Teilnehmenden selbst, soll ein Raum des Perspektivenwechsels entstehen, der Wege hin zu einem neuen demokratischen Zusammenleben zeichnet. Am Ende der dritten Veranstaltung soll dann ein Bürgergutachten entstehen, dass in den bestehenden Institutionen vorgestellt wird. Bestehende repräsentative Organe können so ergänzt werden, ohne dass damit ihre Berechtigung hinterfragt wird.

Bürgerbeteiligung ist so Gegenstand von Bürgerbeteiligung, sodass selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft erfahrbar gemacht und Demokratie mit Inhalt gefüllt wird.

 

Über den Autor

Julian Merkel ist Mitinitiator der Initiative mehr als wählen in Frankfurt am Main, er studierte Politische Wissenschaft und Philosophie in Heidelberg und absolviert gerade ein Masterstudium der Politischen Theorie in Frankfurt.

 

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Ideen für die Bürgerbeteiligung 2030

Wir haben gefragt, was Sie sich für die Bürgerbeteiligung im Jahr 2030 wünschen - und Sie haben geantwortet.

Zusammengestellt von Sascha Blättermann

Jürgen Ertelt
Beteiligungsplattform jugend.beteiligen.jetzt

Vorweg: "Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen" (zitiert nach Karl Valentin)

  • Internet und digitale Medien werden selbstverständliche Basis von Open Government und Bürger*innenbeteiligung.
  • Offene Daten und deren verständliche Interpretationsvarianten werden selbstverständliche Informationsleistung der Verwaltungen.
  • Bürger*innenbeteiligung wird unabhängig vom Wahlalter zugänglich, Jugendbeteiligung immanenter Bestandteil der Demokratiestärkung.
  • Das Modell Liquid Democracy (flüssiger Wechsel von repräsentativen und direkten Formen der Demokratie) erfährt eine attraktive Renaissance und Akzeptanz.
  • Verbindliche Onlineabstimmungen werden sicher und damit ein Instrument direkter Entscheidungsfindung.
  • Räumliche Treffen bleiben uns erhalten. Anreise mit Flugtaxis oder alternativ als projiziertes Hologram.
  • Sensoren in Smart City -  Infrastrukturen liefern Informationen zu Aggregatzuständen von Verkehr und Umwelt, und bieten damit eine aktuelle Informationsbasis für valide Bürger*innenentscheidungen.
  • Künstliche Intelligenzen helfen bei der Folgenabschätzung von Maßnahmen, die zur Entscheidung anstehen.
  • Virtual Reality - Anwendungen ermöglichen für Bürger*innenbeteiligung ein Eintauchen in alternative Szenarios der Städteplanung.
  • Augmented Reality - Anwendungen erweitern die Informationsbasis für Bürger*innenbeteiligung.

 

Andreas Beck
Referent beim Landesjugendring Mecklenburg-Vorpommern

2030 ist Deutschland mehr Europa als heute hier wahrgenommen wird. Junge Menschen aus aller Welt lernen und studieren überall in Europa und so auch in Deutschland. Ihre gemeinsame Sprache ist Englisch, ihre gemeinsame Einstellung ist Internationalität in Verantwortung für den Planeten, Solidarität mit allen Menschen und im subsidiären Sinn auch Nationalität. Der Alltag und auch die lokalen Entscheidungen finden in der Landessprache Deutsch statt.

Immer dann, wenn wichtige politische Entscheidungen anstehen, entscheiden die Menschen, die dort leben und arbeiten, wo die Auswirkungen dieser zu entscheidenden Politik voraussichtlich am stärksten eintritt. Das können die Menschen von ganz jung bis ganz alt, weil sie es gelernt und geübt haben. Mitzubestimmen am eigenen Leben und den umgebenden Bedingungen daran gehört in der Familie, beim Spielen, Lernen und Studieren, beim Arbeiten, im Engagement und in der kommunalen Entscheidungsstruktur nach bestem Können selbstverständlich dazu.

Dem kann man sich auch von Fall zu Fall entziehen, aber das wollen nur wenige. Es ist einfach zu wichtig und macht zu viel Spaß, mitentscheidend an der Sache zu sein; das ist mit der früher üblichen Form der Delegierung aller Entscheidungen einer Wahlperiode auf wenige andere Personen nicht zu vergleichen.

Allerdings gehören auch Expertengremien auf dem Weg der Alternativenfindung dazu, aber auch nur dann, wenn die Entscheidung zur Vorbereitung zu ihnen überwiesen wird. Ansonsten ist #Bürgerbeteiligung2030.

 

Elisa Söll
Projekt PolitAktiv

Wir müssen uns klarmachen, dass wir der Zukunft nicht machtlos gegenüberstehen. Es geht vielmehr darum, sich an diese Entwicklungen anzupassen und sie als Chancen zu sehen. Und dass das kein aussichtsloses Unterfangen ist, zeigt ein Blick in Deutschlands Städte und Gemeinden.

Denn bereits heute gibt es in Deutschland Bürgermeister, die sich der Herausforderung des demographischen Wandels stellen. Beispielsweise, indem sie sich entsprechende Infrastruktur wie schnelles Internet und Handyempfang bemühen, um ihre Kommune so auch für junge Leute und Familien attraktiv zu halten. Manche Gemeinden bieten in leerstehenden Gebäuden attraktive Konditionen für Start-Ups, also junge Unternehmen, oder freischaffende Künstler an. Auch dem Klimawandel stehen Kommunen nicht machtlos gegenüber. Es haben sich beispielweise bereits Initiativen gegründet, die einheimische Bauern gegen mögliche Ernteausfälle finanziell absichern und so gleichzeitig regionale Landwirtschaft unterstützen – so werden lange und umweltschädliche Transportwege minimiert.

 

Michael Mörike
Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie

Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollten wir:

  • Bürgerbeteiligung unterhalb der kommunalen Ebene als selbstverständlich ansehen, also auf Ebene von Anwohnern einer Straße oder einer öffentlichen Einrichtung. Digitale Nachbarschaftsnetze sind hier ein erster Schritt.
  • Bürgerbeteiligung auf höherer Ebene als selbstverständlich ansehen: Nicht nur auf kommunaler Ebene, sondern landes-, bundes- oder sogar europaweit. Anlässe hierfür könnten zum Beispiel die jeweiligen Gesetzgebungen sein.
  • Mit Hilfe von KI automatisch Kernaussagen aus den vielen Bürgerstimmen extrahieren: Dies verhindert einen Zusammenbruch der Beteiligung durch mögliche Unübersichtlichkeiten, wenn sehr viele Teilnehmer bei einer Bürgerbeteiligung mitmachen.
  • automatisch Argumente aus den sozialen Netzen übernehmen und auf Online-Plattformen wie Polit@ktiv darstellen, damit sie nicht verloren gehen.
  • Nachrichten und Unterlagen aus dem Netz automatisch überprüfen auf ihren Wahrheitsgehalt, durch Kombination von Big Data und KI.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollten wir:

  • gezielte automatische Einladungen an Interessenten am jeweiligen Thema über die sozialen Netze, Social Bots oder per nutzerorientierter Werbung versenden.
  • gezielte Fragen an diesen Personenkreis stellen und nachverfolgen, ob diese beantwortet wurden.
  • einen automatisierten Dialog mit diesem Benutzerkreis führen.

Und über die nächsten zehn Jahre hinaus?

  • Soziale Simulationen werden üblich. Mit Hilfe von Big Data und der Spieltheorie werden Szenarien durchgespielt. Sie werden automatisch durchgerechnet und grafisch dargestellt.
  • Animierte, virtuelle 3D-Darstellung von Vorschlägen der Bürger in der Stadtplanung.

 

Henning Witzel
Wir Kommunalen

In einer repräsentativen Demokratie werden politische Sachentscheidungen im Regelfall nicht direkt, sondern durch gewählte Vertreter getroffen. Zur Durchsetzung von Bürgerinteressen sind die gewählten Vertreter in den Parlamenten, sowie die Kandidatinnen und Kandidaten daher auch die ersten Ansprechpartner. Umgekehrt ist es auch für die Gewählten wichtig, die Interessen der Bürger entsprechend in Ihre Arbeit einzubringen. Dazu bedarf es eines kontinuierlichen Austausches zwischen Wählern und Gewählten.

Mehr direkte Beteiligung der Bürger an der Demokratie über Volksbegehren und Bürgerentscheide können helfen, entstandenes Misstrauen in die Politik zu überwinden und auch Vertrauen in die Demokratie wiederherzustellen und so die Legitimation demokratischer Entscheidungen zu stärken. Neue Formen der Partizipation sind daher notwendig, um dem Anspruch einer zeitgemäßen Demokratie entsprechen zu können.

Der klassische Volksentscheid hat jedoch mindestens ähnliche Legitimationsprobleme wie Entscheidungen von Politik und Parteien. Die überwiegende Zahl der Volksentscheide hatte  bisher eine Wahlbeteiligung deutlich unter 50%. Auch erschweren Abstimmungen über „Dafür“ oder „Dagegen“ mögliche Kompromisse und führen eher zu einer Verhärtung der Fronten, auch nach der Abstimmung. Sachfrage können massiv von sachfremden Themen überlagert werden (Denkzettel), oder, was ist wenn sich finanzstarke Interessenvertreter massiv in Abstimmungen einmischen? Auch Fragen zum Thema Minderheitenschutz, oder wer vertritt die, die sich nicht selbst vertreten sind bisher nur unzureichend beantwortet.

Erfolgversprechender erscheint mir die stärkere Einbeziehung der Bürgerinteressen durch weichere Formen der Partizipation, wie Befragungen, Bürgerversammlungen etc die die Entscheidungen der gewählten Vertreter besser vorbereiten. Auch neue technische Möglichkeiten der ePartizipation können hier wertvolle Hilfe sein, so lange sie seitens der Mandatsträger ernst genommen werden.

 

Ute Kinn
Büro Grips

Seit dem 1. Dezember 2015 sind in Baden-Württemberg die Hürden für ein Bürgerbegehren gesenkt. Der Gemeinderat kann auch selbst einen Bürgerentscheid beschließen und so die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger Entscheidungen proaktiv nutzen.

Oft ist gerade die Ausweisung neuer Wohnbauflächen oder Gewerbeflächen für die Bürgerinnen und Bürger mit großen Bedenken verbunden, z.B. hinsichtlich des zusätzlichen Verkehrsaufkommens, der ökologischen Auswirkungen, der neu entstehenden Nachbarschaften und je größer die unmittelbare Betroffenheit ist, auch hinsichtlich eines möglichen Wertverlustes des eigenen Hauses oder der Einbußen an bislang erlebter Wohnqualität. Dementgegen steht der Druck auf den Wohnungsmarkt und die Ansprüche z.B. an bezahlbarem Wohnraum, an Wohnraum für Familien oder im Zuge des demografischen Wandels an altersgerechtes Wohnen. Häufig ist das Einfordern an Mitentscheidung über ein Bürgerbegehren mit einem tiefen Riss in der Kommune verbunden.

Die Empfehlung kann nur lauten, frühzeitig die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und in die Entscheidungsfindung einzubinden. Zunehmend spielt dabei die Online-Beteiligung eine wichtige Rolle, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und eine breite Grundlage für einen anschließenden Bürgerdialog schaffen. Die Verzahnung mit einem anschließenden Beteiligungsformat, wie z.B. Zukunftswerkstätten, Runde Tische, Planungszellen, Bürgerhaushalte, Stadteilkonferenzen, Konsensus-Konferenz, Informations- und Dialogveranstaltungen u.a.m. muss dem jeweiligen Erfordernis angepasst werden. In der weiteren Entscheidungsfindung kann dann bei Bedarf mit dem Instrument der direkten Demokratie, einem Bürgerentscheid, das Votum von frühzeitig und gut informierten und beteiligten Bürgerinnen und Bürgern eingeholt werden.

 

Stimmensammlung auf dem Netzwerktreffen der Allianz für Beteiligung

  • Bürgerbeteiligung 2030: Gibt es Bürgerbeteiligung dann überhaupt noch?
  • Folgende Fragen müssen intensiver geklärt werden: Wer beteiligt wen? Wer wird von wem erreicht - und wer nicht? Warum nicht?
  • Stärkere Bürgerbeteiligungsstrukturen müssen geschaffen werden durch praktizierte Bürgerbeteiligung
  • Beteiligung und Bürgerentscheide müssen stärker zusammen gedacht und verbunden werden

Zum demographischen Wandel

  • Nutzung des Potentials von Rentnern: Haben Zeit-, Lebens- und Berufserfahrung, durch gezieltes Ansprechen von geeigneten Personen
  • bei Quartiersplanung sollten alterssensible Themen integriert werden (altersgerechte Wohnformen / Versorgungsstruktur der Menschen)
  • an die gezielte Teilhabe und Teilnahme von Menschen mit Demenz und deren Angehörige denken
  • Primärversorgung der Bevölkerung sicherstellen (Stichwort: Hausärztemangel), Handlungsoptionen suchen und bereits vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse umsetzen
  • Ältere sind bereits jetzt überall präsent: Wir gestalten die Zukunft für die Jugend

 

Serie #StadtderZukunft

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Repräsentative Bürgerbeteiligung: Ein unauflösbarer Widerspruch

Warum Bürgerbeteiligung nicht repräsentativ sein kann. Ein Gastbeitrag von Michael Mörike, Vorstand der Integrata-Stiftung für humane Nutzung der Informationstechnologie.

Von Michael Mörike, Vorstand der Integrata-Stiftung

Zunächst sollten wir den Begriff der repräsentativen Bürgerbeteiligung klären: „Repräsentativ“ nennt man eine Teilmenge, die weitgehend dieselben Eigenschaften hat wie die Gesamtheit. Repräsentativ wäre in diesem Sinne also Bürgerbeteiligung dann, wenn die relativ kleine Zahl von teilnehmenden Bürgern dieselben Vorschläge äußern würde wie die Gesamtmenge.

Es gibt Beispiele der bürgerlichen Meinungsäußerung, die repräsentativ sind: Repräsentativ kann zum Beispiel eine Meinungsumfrage sein, die Umfrageinstitute täglich durchführen – und dabei die Gesetze der Statistik bemühen: Für eine solche Umfrage wird eine Mindestanzahl von zufällig ausgewählten Bürgern nach ihrer aktuellen Meinung zu vorgegebenen Themen befragt. Die Befragung sollte dabei so erfolgen, dass die jeweilige Frage nicht auch schon eine bestimmte Antworte impliziert.

Passt das auch mit den Prozessen einer Bürgerbeteiligung zusammen?

Von repräsentativer und konsultativer Bürgerbeteiligung

Das Ziel von Bürgerbeteiligung ist in der Praxis meist nicht repräsentativ, sondern konsultativ: Die Bürger werden um Rat und nach Ideen gefragt. Dabei entscheiden sie nicht, denn das obliegt dem Gemeinderat, der repräsentativ zusammengesetzt ist, soweit es das Gesetz als repräsentativ versteht. Ob nun ein Planungsbüro, ein inspirierter Verwaltungsbeamter oder ein Bürger die besten Ideen liefert, ist dabei egal – denn letztlich zählen Argumente, die für die besten Ideen stehen und eben nicht die Personen, die sie hervorgebracht haben.

Für eine repräsentative Bürgerbeteiligung müsste zunächst mathematisch die Mindestanzahl von zufällig auszuwählenden Bürgern in einer Kommune bestimmt werden. Wenn von den ausgewählten Bürgern einige bei der Beteiligung nicht mitmachen möchten, müssen entsprechend andere Einwohner, zufällig ermittelt unter all denen, die bis dahin aus der Gesamtmenge nicht ausgewählt wurden, nachrücken. Oft wird die Mindestzahl der auszuwählenden Bürger nach Gefühl bestimmt, was dann aber per se schon nicht mehr repräsentativ ist.

Bei einer bundesweiten Meinungsumfrage scheinen diese Schritte nicht weiter schwierig. Es ist aber schon sehr viel schwieriger bei einer zeitaufwändigen Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene: Man kann nicht einfach so mit denjenigen starten, die ihren Teilnahmewillen bekundet haben, ohne für Nichtwillige Ersatz zu finden. Das wäre dann nicht nur nicht mehr zufällig, sondern auch nicht mehr repräsentativ. Dieser Schritt ist bereits die erste Schwierigkeit, die bei repräsentativer Bürgerbeteiligung zu meistern ist.

Wer darf mitmachen – und wer nicht?

Aber ist es nur die zeitaufwändige Auswahl der Bürger, die eine repräsentative Beteiligung schwierig macht? Eine weitere Schwierigkeit bei repräsentativer Bürgerbeteiligung ist, dass Bürger sich im Laufe des Prozesses fast immer aufwändig eine Meinung zum Thema bilden müssen – ebenso wie Gemeinderäte, die Verwaltung oder die Planungsbüros. Kann man repräsentative Meinungsbildung tatsächlich gestalten? Rein mathematisch und theoretisch ist das möglich, aber wie sieht das in der Praxis aus?

Die dritte Schwierigkeit liegt in der Abgrenzung: Soll die Beteiligung repräsentativ für die Bürger der Gemeinde sein oder für eine ganz andere Gesamtmenge: Dürfen die Eigentümer von Grundstücken, die auf der Gemarkung der Gemeinde liegen, aber außerhalb wohnen, teuilnehmen? Haben die Pendler, die bereits ihr halbes Leben in der Gemeinde verbringen, aber nicht wohnen, das Recht, bei der Beteiligung mitzumachen? Bei der bisherigen konsultativen Bürgerbeteiligung kann man alle Bürger ohne Schwierigkeiten beteiligen, bei einer repräsentativen Beteiligung nicht mehr.

Der entscheidende Unterschied zwischen einer repräsentativen Beteiligung und der repräsentativen Meinungsumfrage ist: Während Meinungsbildung ein zeitlich dynamischer Prozess ist, sei es beim Einzelnen oder in der Gruppe, ist die Meinungsabfrage eine Momentaufnahme, die einfach repräsentativ abgefragt werden kann. Wenn eine Gemeinde gestaltet werden soll, muss dazu ein  Meinungsbildungsprozess bei vielen Menschen stattfinden. Dieser läuft nicht nur unterschiedlich schnell ab und kann auch praktisch nicht repräsentativ gestaltet werden. Repräsentative Bürgerbeteiligung ist deswegen ein unauflösbarer Widerspruch.

 

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Was wird aus dem Blautopf in Blaubeuren?

Eine Stadt diskutiert über die Umgestaltung seines Wahrzeichens.

Blau leuchtet die Quelle im Sonnenschein, auf einer Aussichtsplattform stehen Besucher. Der Blautopf ist das Wahrzeichen in Blaubeuren. Doch weder die Gestaltung des Blautopf-Areals noch die Funktionalität entsprechen den heutigen vielfältigen Anforderungen. Auch besteht an einigen Stellen sogar konkreter Handlungsbedarf. Das Areal soll saniert und umgestaltet werden in den kommenden Jahren.

Aber wie gestaltet man einen Besuchermagneten, der gleichzeitig Naherholungsgebiet und Verkehrsschwerpunkt ist? Was wird aus der überregional bekannten Sommerbühne? Der Blautopf vereint Kulturraum, Naturschutz, Wohnort und Wirtschaftsraum. Und nicht nur das: Der Blautopf ist sagenumrankt. Schon Eduard Mörike beschäftigte sich in der Sage um die Schöne Lau mit dem ihm.

Interessenkonflikte identifizieren, Lösungen finden

Die Stadt Blaubeuren hat einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet: Bürgermeister Jörg Seibold will die Interessenskonflikte identifizieren und Lösungen finden, gemeinsam mit den Einwohnern der Stadt, am besten im Konsens. Jetzt diskutiert eine Stadt. Und das Interesse ist groß: Schon auf der Auftaktveranstaltung füllten sich die Reihen in der Stadthalle mit über 70 Blaubeurern. Bürgermeister Seibold wollte Lust zum Mitmachen erzeugen - und Bürger ermuntern, sich kreativ einzubringen. Das ist ihm gelungen: Blaubeuren konnte per eigens angefertigter Postkarte Ideen und Argumente einbringen, sich auf einer großen Diskussionsplattform im Netz bei Polit@ktiv beteiligen und auf Veranstaltungen vor Ort miteinander diskutieren. Doch Ideen sammeln ist nur ein Teil der Beteiligung. Inzwischen ist die Bürgerbeteiligung in der Stadt in der zweiten Phase. In Arbeitskreisen werden die Ideen jetzt weiterentwickelt, Vorschläge entworfen, Interessen abgewogen und miteinander diskutiert.

Ins Gespräch kommen - das kennen die Dörfer Blaubeurens bereits. Sie haben gerade erst an einem umfangreichen Beteiligungsprozess über die eigene Innenentwicklung diskutiert. Sie sammelten Ideen, diskutierten in den einzelnen Ortsteilen - und entdeckten die Bedürfnisse der anderen Ortsteile gleich mit. Blaubeurens Dörfer sprachen miteinander, weil sie merkten, dass sie im Kern die gleichen Ideen hatten. Das Ergebnis: Alle Vorschläge, die bei der Beteiligung zu den Dörfern zusammengekommen sind, füllen ein ganzes Buch - und einige sind sogar schon umgesetzt.

Welche Ideen sich rund um die Umgestaltung des Blautopf-Areals für die Umsetzung qualifizieren, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Im Juni werden die Arbeitskreise aus Blaubeuren ihre ausgearbeiteten Vorschläge öffentlich präsentieren. Dann werden die Vorschläge im Gemeinderat diskutiert und priorisiert. Wir sind schon gespannt.

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Bürgerbeteiligung in Blaubeuren: "Warmherziges, liebevolles Kümmern um das eigene Dorf"

In Blaubeurens Dörfern haben Bürger aktiv über die Zukunft der Teilorte nachgedacht. Der Bürgermeister von Blaubeuren, Jörg Seibold, spricht im Interview über die Beteiligung, die Rolle des Internets für Bürgerbeteiligungen und erzählt, wie es nun weitergeht.

Herr Seibold, was ist gute Bürgerbeteiligung?

Bürgerbeteiligung ist mehr als lediglich zu informieren. Umfassende Bürgerbeteiligung bedeutet, dass die Bürgerschaft inhaltlich und aktiv gestaltend integriert ist. Im Ideal ist die Einladung zur Bürgerbeteiligung klar strukturiert und fair. Nicht der Lauteste soll gehört werden, sondern jener Vorschlag, der für das Gemeinwohl am besten ist. Gute Bürgerbeteiligung ist dennoch immer nur ein Angebot, aber nie eine Verpflichtung für den Bürger.

Sie haben gerade selbst in Blaubeuren eine große Bürgerbeteiligung durchgeführt. Worum ging es in dieser Beteiligung?

Das Thema Innenentwicklung umfasst viele Aspekte. Wir brauchen Antworten auf die Flächenentwicklung in und um den Ort, den Leerstand durch verlassene Höfe und nicht zuletzt auch Strukturen, um die ländlichen Bereiche auf eine älter werdende Gesellschaft vorzubereiten. Wir haben übrigens auch im Gemeinderat für uns erst einmal klären müssen, was Innenentwicklung konkret für uns bedeutet. Da haben wir festgestellt: es gibt nicht „falsch“ und „richtig“. Unterschiedliche Aufgabenstellungen brauchen auch unterschiedliche Ansätze und Antworten.

Wie beginnt man so einen Prozess?

Wir haben im Jahr 2008 begonnen, uns den Fragen erst einmal sachlich zu nähern und haben für jedes Dorf eine Analyse, konkret, ein Dorfentwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Ein Fachbüro hat für uns eine Datenbasis erstellt. Da ging es erst einmal nur um bauliche Fragen. Wir haben uns aber auch gefragt: Was zeichnet ein Dorf aus? Wo liegen die jeweiligen Stärken, wo Entwicklungschancen? Und nicht zuletzt: Der gesamte Prozess, der nun von uns durchgeführt wird, muss auch vom Gemeinderat gemeinschaftlich getragen werden.

War damals bereits klar, dass am Ende eine große Bürgerbefragung stattfinden wird?

Klar war, dass wir einen bürgerschaftlichen Weg anbieten wollen. Es war dem Gemeinderat und mir wichtig, die Bürgerschaft aktiv zu beteiligen. Die konkrete Methode hat sich dann in gründlicher Vorbereitung entwickelt. Es gab vor der Bürgerbeteiligung zwei große Klausurtagungen in den Jahren 2010 und 2013, auf denen wir über viele verschiedene fachliche Fragen diskutiert haben. Wir haben zum Beispiel auf unserem Gemeindegebiet brachliegende Höfe, die wir gerne anders nutzen würden. Allerdings genießen die leeren Höfe einen hohen Schutzstatus. Wir können neben einen verlassenen Hof nicht einfach ein Wohnhaus bauen, weil die Eigentümer bestimmte Rechte haben.

Was war denn eine wichtige Kernfrage?

Eine gelungene Bürgerbeteiligung braucht Information und Transparenz. Ich kann mir nur schwer eine Meinung bilden, wenn ich nicht alle relevanten Informationen habe. Wie können diese Informationen fließen? Wir haben bereits seit Jahren auf unserer Homepage ein Ratsinformationssytem, auf dem man jedes Sitzungsprotokoll, jede Vorlage und jede Tagesordnung einer öffentlichen Sitzung abrufen kann. Das ist die eine Seite. Nun haben sich im Rahmen der Bürgerbeteiligung aber beispielsweise Arbeitskreise gebildet, in denen Bürger sich zu bestimmten Themen zusammengefunden und Ideen gesammelt haben. Auch hier müssen Informationen fließen: Was machen die anderen Arbeitskreise gerade? Das trägt dazu bei, über die eigenen Interessen hinaus mit anderen Arbeitskreisen zusammenzuarbeiten und Themen der anderen Orte zu erkennen. Hier hat uns die Integration des Internets geholfen. Das Internet war eine gute Antwort, um Transparenz herzustellen und um Wissen zur Verfügung zu stellen.

Haben die Bürger die Möglichkeit der Beteiligung im Internet angenommen?

Wenn ich auf die Anwenderzahlen schaue: Ja.

Kann man dann Bürgerbeteiligung auch allein im Internet durchführen?

Kommunikation im Internet kann nur einer von mehreren Wegen sein. Lediglich digital zu kommunizieren grenzt bereits all diejenigen aus, die kein Internet haben oder nicht im Internet kommunizieren können oder wollen. Es braucht in den Orten Veranstaltungen, um direkt miteinander zu sprechen. Es braucht die Möglichkeit, ganz klassisch per Brief zu kommunizieren und nicht zuletzt braucht es Menschen, die den Prozess an sich zusammenhalten. Das waren in unserem Fall die Ortsvorsteher.

Welche Risiken haben Sie mit der Bürgerbeteiligung verbunden?

Mir ist klar, auf welchen Weg wir uns gemacht haben. Unterm Strich gesehen ist das Risiko deutlich geringer als die Chancen, die sich mit dem Prozess verbinden. Es ist dann schwierig, wenn ein Bürgermeister seine Gemeinde auffordert, etwas zu tun, aber am Ende nichts draus wird. Der Wille zu gestalten, die Erfahrung gefragt und gehört zu werden, schlägt dann um in Frustration und Enttäuschung. Am Ende bliebe eine negative Stimmung.

Wie verhindert man diesen Umschlag?

Wir bieten Bürgerbeteiligungen ja schon lange an. Seitdem ich im Amt bin, habe ich 49 Bürgerversammlungen zu unterschiedlichen Themen angeboten. Viele Dinge werden gemeinsam in Arbeitskreisen entwickelt oder besprochen, wie zum Beispiel die Schulentwicklung in Blaubeuren oder konkrete Bauprojekte. Es gibt also eine gewisse „Übung“ in der Methode.

Wie sieht denn diese Methode allgemein aus?

Warum soll ich mich beteiligen? Bringt das etwas, Zeit und Kraft zu investieren? Diese Fragen müssen im Vorfeld beantwortet werden. Wir haben das beim Thema Innenentwicklung gemeinsam mit der Integrata-Stiftung in 13 Bürgerversammlungen getan. Allerdings kommt es letztlich darauf an, ob die Vorschläge der Bürgerschaft ernsthaft diskutiert werden. Das heißt: aktive Integration der Bürgerschaft muss dann auch in konkretes kommunales Handeln fließen oder – wenn Vorschläge nicht aufgenommen werden – es braucht Begründung des kommunalen Handelns.

Die Bürger haben nach Ihrer Einladung in einzelnen Arbeitskreisen sechs Monate lang Vorschläge gesammelt. Welcher Vorschlag ist der Beste?

Mich hat die Freude und die Art und Weise, die Leidenschaft, eine Idee zu vertreten, wirklich begeistert. Aber auch das warmherzige, liebevolle Kümmern um das eigene Dorf war beeindruckend.

Haben sich die Ergebnisse aus den fachlichen Ortsentwicklungskonzepten, die Sie im Rahmen der Klausurtagungen besprochen haben, auch in den Vorschlägen wiedergefunden?

Ja. In Gerhausen beispielsweise hat es sich bestätigt, dass durch die vielbefahrene Bundesstraße, die das Dorf durchschneidet, Lärm und Verkehrsbelastung ein großes Thema wird. Ein anderes Beispiel ist der öffentliche Nahverkehr auf dem Hochsträß. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Busverbindungen an sich, sondern um Mobilitätsfragen in allen Altersgruppen. Es ist letztlich Teil der Betrachtung, wie wir in Zukunft Lebens- und Wohnqualität im ländlichen Raum gestalten. Und in Asch beispielsweise wurde die Hüle thematisiert.
Also haben die Bürger den Begriff „Innenentwicklung“ ganz intuitiv und praktisch mit Beispielen gefüllt.
Ja. Auch darüber hinaus: In Weiler gab es zum Beispiel den Vorschlag, an der Weiler Halde einen Weg anzulegen, um die Natur und des Wasserlauf des Bächles erlebbar zu machen.

Gab es für Sie eine richtige Überraschung?

Es ist kein Thema komplett neu aufgekommen. Aber mich erstaunt es, dass in einer ruhigen, ländlichen Lage wie Beiningen das Thema Verkehrssicherheit so stark wahrgenommen wurde. Es hat sich sogar ein eigener Arbeitskreis um das Thema Verkehrssicherheit gekümmert – und gute Beispiele gefunden, in denen im Straßenverkehr Gefahrensituationen entstehen können, wenn Verkehrsteilnehmer nicht angemessen fahren.

Nun können Sie aber nicht alle Vorschläge umsetzen.

Vermutlich wird das so sein – vor allem wird nicht alles sofort umsetzbar sein. Wir werden uns aber im Gemeinderat intensiv mit allen Vorschlägen beschäftigen.

Einzelne Teilorte haben die Sorge geäußert, dass sie trotz des gemeinsamen Projektes am Ende die Eigenständigkeit verlieren.

Ich glaube, dass gerade unser Prozess eine Antwort auf diese Sorge ist. Und wir wollen niemanden über einen Kamm scheren. Da geht es sicher auch um eine Verteilungsdebatte. Was wäre die Alternative? Durch nüchterne Fachperspektive und Entscheidungen im Gemeinderat zu bestimmen, wohin die Reise gehen soll?

Sind durch den gesamten Prozess die einzelnen Teilorte stärker zusammengewachsen oder haben sie sich differenziert?

Es hätte durchaus sein können, dass sich der Wettbewerb der Ressourcen und des Geldes auch auf die Dörfer überträgt. Es ist nicht gut, wenn der Eindruck entsteht, dass Dorf A alles bekommt, aber Dorf B nichts. Es darf kein Muster von Gewinnern und Verlierern entstehen. Das ist bislang so aber nicht eingetreten. Die Dörfer spüren untereinander die Bedürfnisse der anderen Dörfer und das hat viel damit zu tun, dass uns das Wissen und die Transparenz sehr wichtig waren.

Wie entscheiden Sie konkret über die Verteilung?

Wir werden im Gemeinderat und im Rahmen einer Klausurtagung eine Art Prioritätenliste erstellen. Was kann man kurzfristig, mittelfristig oder langfristig umsetzen? Dinge die wenig kosten können schnell gemacht werden. Andere Ideen brauchen möglicherwiese eine intensive planerische und politische Vorbereitung. Wieder andere brauchen für die Umsetzung viel Geld. Es geht ja auch darum, einen Masterplan für die Zukunft in den Dörfern zu entwickeln. Ich habe einige Projekte kennengelernt, die zügig umgesetzt werden könnten. Andere sind auf eine langfristige Perspektive angelegt.

Das ist der Konflikt von Dorf A und Dorf B.

Die Schwierigkeit ist: Ein Punkt kann im Rahmen von Ressourcen zwar schnell umsetzbar sein, muss aber auf die lange Bank geschoben werden. Gleichzeitig sollte ein Punkt, der vielleicht als weniger dringend angesehen wird, aber schnell umgesetzt werden könnte, auch umgesetzt werden. Aber nochmal: Ich glaube, dass die Bürger auch verstehen, dass wir nicht jeden Vorschlag sofort umsetzen können. Diesen Punkt habe ich auch auf allen Bürgerversammlungen immer wieder deutlich gemacht.

Wenn Sie nun zurückblicken: Gibt es nach den großen bürgerschaftlichen Beratungen innerhalb der Teilorte ein stärkeres politisches Interesse als zuvor?

Ich nehme generell eine konstruktive und aktive Diskussionskultur wahr und glaube, dass auch schon vor dem Prozess jeder Teilort sich engagiert hat.

Herr Seibold, vielen Dank für das Gespräch.

 

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