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Polit@ktiv macht Bürger­beteiligung. Online und vor Ort, von der Planung ganzer Prozesse bis zur Durch­führung. Darüber schreiben wir hier. Und wir fragen Experten zu über­geordneten Themen rund um Bürger­beteiligung, Parti­zi­pation und Demo­kratie.

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In unregel­mäßigen Ab­ständen führen wir Inter­views mit Ex­perten. Hier finden Sie eine Aus­wahl neuerer Interv­iews:

Alle Inter­views in unserem Blog finden Sie auf der ent­sprechen­den Themen­seite.

In eigener Sache: Soziale Netzwerke und Datenschutz bei Polit@ktiv

Sind Sie die nie zu enden scheinenden Diskussionen über den NSA-Skandal, Edwuard Snowden und Datenschutz leid? Man wird es Ihnen kaum verübeln, wenn Sie gelangweilt und enerviert von immer den selben Nachrichten irgendwann abschalten. So verständlich dies auch ist, so sollten die zugrundeliegenden Problematiken keinesfalls vergessen werden. Unsere Privatsphäre ist leider an (zu) vielen Stellen bereits äußerst eingeschränkt, oft auch an Stellen, an denen man es vielleicht erstmal nicht vermutet: Jede Website, die Sie besuchen, könnte Daten an Dritte weitergeben, ohne dass Sie das bemerken. In diesem Beitrag gehen wir auf die Problematik ein und zeigen auf, wie wir bei Polit@ktiv daran arbeiten, es besser zu machen.

Seit einiger Zeit warnen sowohl Verbraucher- als auch Datenschützer vor Webseiten, welche sogenannten Like-Buttons von Facebook einbinden. Es handelt sich hierbei um kleine Schaltflächen, meist unter Artikeln, Blogeinträgen, Videos oder anderen Inhalten auf einer Website, die mit einem einfachen Klick den assoziierten Inhalt mit anderen Menschen in einem sozialen Netzwerk teilt. Hier ist nicht nur die Rede von Facebook, auch für Twitter und Google und praktisch jeden anderen Anbieter von Online-Netzwerken mit sozialem Charakter existieren solche Schaltflächen, neudeutsch Buttons. Und so praktisch diese Buttons auch sind, so ist ihre Verwendung doch problematisch. Um einen Inhalt über ein soziales Netzwerk teilen zu können, muss natürlich eine Verbindunge mit diesem Netzwerk hergestellt werden. Leider ist es von technischer Seite her weit verbreiteter Usus, dass dies bereits beim Laden der jeweiligen Seite geschieht. Das heißt: Sobald Sie als Nutzer eine Website aufrufen, auf der die Möglichkeit besteht, einen Inhalt zu teilen, wird auch eine Verbindung zu den sozialen Netzwerken aufgebaut. Hieraus können diese Netzwerke dann Online-Bewegungsprofile erstellen, also Informationen über Sie sammeln, selbst wenn Sie nicht einmal in einem solchen Netzwerk angemeldet sind. Eine genauere Erklärung hierzu, die auch für technisch weniger Bewanderte ausreichend verständlich ist, findet sich bei Heise Online.

Polit@ktiv hat von Anfang an viel Wert auf Ihre Sicherheit gelegt. So können Sie die Website ausschließlich über das HTTPS-Protokoll erreichen, die abhörsichere Variante zum (noch) gängigen HTTP-Protokoll. Auch wird auf den Einsatz von Google Analytics verzichtet, ein weit verbreitetes Werkzeug zur Analyse von Besucherzahlen und -bewegungen. Das Grundproblem bei Google Analytics ist das gleiche wie beim Like-Button: Sobald ein Benutzer die Seite besucht, werden auch schon Daten an Google übermittelt. Wir von Polit@ktiv lösen das Problem, indem wir zur Analyse unserer Besucherzahlen eine eigene Installation des Open-Source-Tools Piwik verwenden. Die Daten verlassen somit unsere gesicherten Server mit Standort Deutschland nicht. Auch das oben erwähnte Button-Problem war immer ein Schmerzpunkt, allerdings wollten wir aufgrund der vorhandenen Nachfrage auch nicht dauerhaft auf solche Schaltflächen verzichten.

Dieser Schmerz ist jetzt zum Glück vorbei, was vor allem Ihnen, unseren Nutzerinnen und Nutzern zugute kommt. Nachdem Heise Online das Problem angepackt und dankenswerterweise die entstandene Lösung als Programm-Code frei zur Verfügung gestellt hat, war der Weg für einen sichereren Umgang mit unseren Inhalten geebnet. Der Code wurde von unserem Technik-Team in das gesamte Polit@aktiv-Portal integriert und gründlich getestet. Wenn Sie nun bis hierher gelesen haben, so seien Sie sich sicher, dass weder Facebook, noch Google noch Twitter noch eine andere ausländische Firma dies mitbekommt. Wenn Sie unter diesem Beitrag nun Buttons für das Teilen von Inhalten vorfinden, so werden Sie sehen, dass diese grau hinterlegt sind. Solange dies der Fall ist, werden keinerlei Daten an die Netzwerke übertragen. Wenn Sie sich aktiv dazu entscheiden, eine Verbindung mit einem sozialen Netzwerk aufzubauen, weil Sie einen Inhalt verbreiten zu wollen, so müssen Sie nun zweimal klicken. Der erste Klick baut die Verbindung mit den Netzwerken auf, die Schaltfläche wird farbig. Jetzt können Sie einen Eintrag mit einem zweiten Klick auf den Button auch teilen.

Wir hoffen mit einem Augenzwinkern, dass Ihnen der Mehrwert, den die 2-Klick-Variante liefert, diese nötige kleine zusätzliche Bewegung des Zeigefingers Wert ist. Wir wünschen Ihnen somit frohes Liken und Teilen! Sollten Sie selbst eine Website betreiben und auch eine 2-Klick-Lösung einbauen wollen, so finden Sie den Programm-Code (natürlich unter freier Lizenz) und die dazugehörige Dokumentation bei Heise Online.

Bildnachweis 2-Klick-Logo: Heise online. bezogen am 31.05.2015

Inklusion in Schwäbisch Gmünd

Wenn Rollstuhlfahrer das Gemeindehaus wegen einer Treppe nicht erreichen können, wenn der Bus nicht ausgelegt ist für Menschen mit einer Gehbehinderung oder wenn Menschen die Sprache nicht verstehen, die das Amt spricht – im Rathaus oder im Internet: Die Teilhabe von Menschen, die es innerhalb einer Gemeinde schwerer haben an der Gemeinschaft teilzuhaben, sind Probleme, denen sich auch die Stadt Schwäbisch Gmünd stellt.

Man nennt diesen Prozess Inklusion und in Schwäbisch Gmünd lässt sich in den folgenden Monaten beobachten, wie Bürgerbeteiligung und Inklusion zusammengehören. Denn Oberbürgermeister Richard Arnold will, dass alle Menschen die Stadt mitgestalten. Er will es Menschen mit Behinderung einfacher machen, ihnen neue Möglichkeiten verschaffen und gleichzeitig ein Augenmerk lenken auf benachteiligte Gruppen mit Behinderung, ihre Rechte und ihre Chancen. Und setzt damit eine Vereinbarung der Barcelona-Erklärung um, mit der sich bereits viele europäische Städte für diese Ziele ausgesprochen haben. Deswegen sollen bei der Ausgestaltung des Aktionsplans Inklusion alle Bürger mitreden und das in vielen verschiedenen Bereichen: Ob Arbeit oder Freizeit, ob Fortbewegung oder Sport – miteinander leben ohne Hindernisse ist der neue Traum in Schwäbisch Gmünd.

Die Frage ist, wie dieser Traum ausgestaltet werden kann. In den kommenden Wochen wird sie beantwortet werden. Am 30. April findet eine große Auftaktveranstaltung statt und im März 2016 sollten dann Ergebnisse folgen. In der Zwischenzeit werden viele Ideen gesammelt: Mit den Vertretern von Vereinen und Einrichtungen, mit dem Sozialausschuss und vor allem natürlich mit den Bürgern. Der Gemeinderat soll den fertigen Aktionsplan beschließen und am Ende soll ein Inklusionsbeirat gegründet werden. Der gesamte Prozess soll dabei transparent in leichter Sprache gehalten werden: Durch kurze, klare Sätze und durch Erklärung von Fremdworten.

Auch bei diesem Projekt wird die Ideensammlung nicht nur auf großen Versammlungen stattfinden: Mit PolitAktiv wird dabei das Internet nicht nur zum verlängerten Arm der Versammlung, sondern setzt online einen Prozess fort, der offline begonnen hat. Hier können in einem eigenen Diskussionskreis Ideen gesammelt und diskutiert werden, die von eigens geschulten Moderatoren zusammengetragen und ausgewertet werden. Aus den Erfahrungen vergangener Projekte zeigt sich, dass sehr viele relevante Vorschläge in einem Projekt auch durch das Netz beigetragen werden.

Bildnachweis: Ruhrpark_1609 (Franz-Josef Molitor, CC BY 2.0) bezogen am 20.04.2015
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Aus der Zukunftswerkstatt Blaubeuren

Die kleinen Dörfer in Deutschland haben ein Problem: Weil es die jungen Menschen in die Städte zieht, schließen die Schulen auf dem Land, fahren die Busse seltener und sterben die kleinen Dorfläden aus. Die Anforderungen an die Dörfer sind durch diese Entwicklung höher geworden: Sie brauchen höhere Mobilität und brauchen vor allem eine neue Struktur, die sich auch der neuen demografischen Lage anpasst: Wie steht es um den kleinen Dorfladen? Gibt es Möglichkeiten des betreuten Wohnens?

Die Kommunen sind gefragt, in ganz Deutschland. Sie können zwar die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte auch nicht voraussehen, aber sie können sich auf die aktuellen Bedürfnisse besser einstellen. In Blaubeuren stellen sie sich den Fragen der Zukunft in einem gemeinsamen Projekt von Gemeinde und Bürgern – mit Hilfe einer ausgedehnten Bürgerbeteiligung versucht man, Antworten zu finden. Innenentwicklung nennt man das auf Kommunaldeutsch.

Jedes Dorf hat andere Ideen

Und so kommen sie nun alle, die Bürger der Dörfer Blaubeurens, zu den Versammlungen und bringen Ideen ein: In Seißen, in Asch, in Weiler, in Gerhausen, in Pappelau, in Erstetten und in Beiningen. Über 500 Bürger haben an den ersten Veranstaltungen teilgenommen, fast 650 Ideen kamen zusammen – auch online: 200 Bürger haben sich allein im Netz beteiligt. Sie haben kritisiert, sie haben diskutiert und nicht zuletzt haben sie Ideen entstehen lassen.

Dabei zeigte sich: So nah die Dörfer doch beieinander sind, jedes Dorf hat andere Ideen und andere Schwerpunkte: Drehen sich in Weiler die meisten Ideen um den Bau eines Gemeinschaftshauses, so geht es in Asch eher im das Thema Mobilität in allen Lebensphasen. In den Dörfern auf dem Hochsträß wie Pappelau und Beiningen wird die Einrichtung eines Dorfladens angeregt. Im Vorfeld setzten von der Stadt beauftragte Experten hingegen ganz andere Schwerpunkte: In einer Klausurtagung und mehreren Entwicklungskonzepten vor der Bürgerbeteiligung wurden vor allem bauliche Mängel beschrieben.

Jetzt beginnt die Kernphase des Projektes: In verschiedenen Arbeitskreisen werden nun zehn Wochen lang die einzelnen Ideen näher ausgearbeitet – durch die Bürger und mit Hilfe der Gemeinde. Dafür wurden alle Ideen in verschiedene Themenfelder eingeteilt. Sollte für das Gemeinschaftshaus in Weiler neu gebaut werden oder kann man ein bereits bestehendes Haus sanieren? Wie kann der Dorfladen auf dem Hochsträß aussehen? Wie kann man in Asch die Mobilität der Bürger sichern?

Ernsthafte Ergebnisse bis Sommer 2015

Sie reden jetzt in Blaubeurens Dörfern über aktuelle Fragen der Zeit und bestimmen damit die Zukunft, damit aus den verschiedenen Teilorten eine lebenswertere Gemeinschaft wird. Mit Hilfe des Internets erweitern sie dabei nicht nur die Zielgruppe, sondern auch die Möglichkeiten der Arbeitskreise, weil sich jeder dann einbringen kann, wann er möchte und Zeit hat. Bemerkenswert dabei ist: Die Beiträge, die im Diskussionskreis auf PolitAktiv gesammelt wurden, waren durchweg alle ernsthaft – vom oft kritisierten Chaos in Netz-Diskussionen kaum eine Spur, nicht zuletzt auch durch die Moderation von PolitAktiv, die im seltenen Bedarfsfall mit sanftem Nachdruck die gewünschte Sachlichkeit einforderte.

Die Ergebnisse, die in den Arbeitskreisen in den nächsten Wochen erzielt werden, gehen dann in die politische Diskussion: Was bis Mitte Juni von den Bürgerinnen und Bürgern ausgetüftelt wird, das können die Ortschaftsräte anschließend noch einen Monat lang kommentieren. Das Team von PolitAktiv fasst anschließend alle Ergebnisse zusammen und legt sie Stadtverwaltung und Gemeinderat vor. Auf Basis dieser zusammengefassten Empfehlungen der Bürgerschaft entscheidet dann der Gemeinderat über die tatsächliche Umsetzbarkeit: Da geht es um rechtliche Fragen, um Fragen der Finanzierung und nicht zuletzt muss die Umsetzung jeder Idee auch entsprechend formal beschlossen werden.

 

Bildnachweis: Die Fotos wurde auf der Bürgerversammlung in Asch am 17.03.2015 von Achim Lorenz aufgenommen.
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Liveblog vom Expertenforum Bürgerbeteiligung

 

 

In Tübingen treffen sich am Samstag, den 07.03.2015, Experten aus ganz Baden-Württemberg in Tübingen, um über das Thema Bürgerbeteiligung im Netz und Jugendbeteiligung zu sprechen. Wir informieren Sie hier aktuell und live in unserem Liveblog über die Ereignisse in Tübingen. Es bloggen für Sie: Sascha Blättermann und Niels Ott.

Twittern Sie gerne mit uns unter #bbforum15, beteiligen Sie sich hier im Blog oder schreiben Sie uns via Facebook und Google+.


07.03.2015: 15:40 Uhr:

Letzter Programmpunkt: Alle Vortragenden des Tages finden sich auf dem Podium ein. Die Diskussion wird von Politikwissenschaftlerin Anni Schlumberger (PolitAktiv) moderiert. Ein detaillierter Bericht wird hier im Blog in den nächsten Tagen erscheinen.


07.03.2015, 15:30 Uhr:

Josef Schoch erzählt von einer Abstimmung in seiner Gemeinde über die Schulentwicklung. Er hat berücksichtigt, dass man eine Beteiligung nicht nur online, sondern auch offline durchführen sollte. Dazu hat er eine Informationsveranstaltung zum Thema angesetzt und nur einen Tag danach Fragebögen an die Eltern versandt. Zwei Drittel der Fragebögen wurden online zurückgesandt, aber ein Drittel der Befragten antwortete klassisch per Brief. Parallel gab es eine Pressekonferenz und mehrere Sitzungen im Rahmen politischer Gremien.


07.03.2015, 15:10 Uhr:

Ein letztes Praxisbeispiel für heute: Josef Schoch, Hauptamtsleiter der Stadt Laupheim, spricht über Schulentwicklung. Danach folgt die große Podiumsdiskussion.


07.03.2015, 15:00 Uhr:

Sarah Wist stellt gerade in Vertretung von Frank Ulmer ein Projekt in Sulzfeld vor: Um Jugendliche zu beteiligen, wurden alle Jugendlichen angeschrieben, mit Sportvereinen Kontakt aufgenommen und bei einem guten Catering wurden erst einmal die Gemeindevertreter ausgeschlossen, damit die Jugendlichen offen und ehrlich die Wünsche für die Gemeinde ansprechen.

 

 


07.03.2015, 14:30 Uhr:


07.03.2015, 14:20 Uhr:

Auch Prof. Kubicek argumentiert mit vielen Beispielen: Gerade stellt er Bürgerbeteiligungsmaßnahmen rund um eine Ortsumgehungsstraße in Waren an der Müritz vor. Das zeigt, wie intensiv Bürgerbeteiligungsprozesse bereits in der Kommunalpolitik verankert sind. Geichzeitig aber zeigen die Beispiele auch, dass die Bürgerbeteiligungsmaßnahmen oft gar nicht bei denen ankommen, die es betrifft. Interessant ist, dass in seinen Studien das Internet zwar wichtig ist, aber traditionelle Medien wie die Lokalzeitung viel stärker wahrgenommen werden.


07.03.2015, 14:00 Uhr:

Jetzt spricht Prof. Herbert Kubicek vom ifib Institut in Bremen spricht über das Thema: Bürgerbeteiligung im Netz - Was nützt eParticipation? Kubicek stellt mehrere Studien vor, die Erfolgsfaktoren von Partizipation im Netz untersucht haben. Auch er sagt, dass Projekte, die online alleine gestemmt werden, kein angemessenes Format sind.

 


07.03.2015, 13:40 Uhr:

"Scheitern musst Du zulassen!"
Michael Pelzer auf dem Expertenforum Bürgerbeteiligung


 
 



07.03.2015, 12:00 Uhr:

Hannes Wezel stellt verschiedene Projekte aus dem Staatsministerium vor und erklärt, warum Bürgerbeteiligung wichtig ist. Aber: Ob Beteiligungsportale für Gesetzesvorhaben oder der Filderdialog zu S21 - bei jeder Form der Beteiligung ist es wichtig, darauf zu achten, dass man sowohl online als auch offline Beteiligungsformen anbietet. Die Themen für solche Beteiligungsformate sind vielfältig: Die aktuelle Diskussion um Flüchtlinge, der Bau des Bahnhofs in Stuttgart, aber auch kommunale Themen wie Stadtteilzentren oder Kinderbetreuung werden im Rahmen von Beteiligungsprojekten abgedeckt.


07.03.2015, 11:50 Uhr:

Wir twittern seit heute morgen fleissig zum Expertenforum Bürgerbeteiligung unter dem Hashtag #bbforum15. Twittern Sie gerne mit!


07.03.2015, 11:30 Uhr:

Kaffeepause beim Expertenforum Bürgerbeteiligung: Hier wird fleissig vernetzt, die bisherigen Vortragenden sind in vielen kleinen Gesprächen über ihre Thesen. Gleich folgt Hannes Wezel vom Staatsministerium Baden-Württemberg. Er spricht über die Unterstützung von Bürgerbeteiligung durch die Landesregierung.


07.03.2015, 11:05 Uhr:

Christian Geiger stellt den Anwesenden gerade Beispiele für gelungene Innovationen im Netz vor: Mit Kickstarter und Startnext unterstützen sich Bürger gegenseitig bei eigenen Ideen und Projekten. Geiger betont, dass sich Politik und Verwaltung stärker für Innovationen öffnen sollte, was aber bisher durch die verwaltungseigenen Prozesse nicht einfach ist. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Digital Natives mitzunehmen, die mit dem Internet und seinen Funktionen aufgewachsen sind, sondern auch Menschen, die sich weniger mit dem Internet auskennen. Jede Stadt hat dafür Beispiele: Informationen zu einer neuen U-Bahnlinie oder Rohdaten zu öffentlichen Bauprojekten. Genau hier kann sich Kommunalpolitik an bereits bestehenden Projekten aus der Wirtschaft orientieren: Beispielsweise durch einen Bürgerhaushalt.


07.03.2015, 10:50 Uhr:

Es folgt der Vortrag von Christian Geiger: Sein Thema ist Bürgerbeteiligung und Open Innovation.



07.03.2015, 10:30 Uhr:

Prof. Dr. Hans-Georg Wehling spricht über Bürgerbeteiligung und Kommunalpolitik. Wehling sagt: "Das Grundprinzip der Demokratie ist: Es darf nicht über Köpfe der Menschen hinwegregiert werden." Auch in Dikaturen höre man auf seine Bürger. wenn Politik funktionieren soll, müsse sie an die Bürgerschaft rückgekoppelt werden. "Das ist viel Arbeit  und kein leichtes Geschäft."


07.03.2015, 09:57 Uhr:

Die eröffnenden Grußworte gleich hält Michael Mörike. Dann folgt der erste Fachvortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Wehling.


07.03.2015, 09:20 Uhr:

 

 

 

 

 


Gleich geht es los: Im Casino Tübingen tagen Experten zum Thema Bürgerbeteiligung im Netz und Jugendbeteiligung. Der Raum ist vorbereitet.
Wir berichten heute den ganzen Tag live vom Expertenforum und halten Sie hier im Liveblog, Twitter, Facebook und Google+ auf dem Laufenden.


06.03.2015, 16:20:

Nur noch ein Mal schlafen! Morgen um 9:30 beginnt das Expertenforum Bürgerbeteiligung.  Unser Orga-Team war heute noch mal kurz am Veranstaltungsort, dem Casino am Neckar hier in Tübingen, um die letzten Details für Bestuhlung, Bewirtung und so weiter abzuklären. Und damit Ortsunkundige morgen nicht daran vorbei tingeln, hier mal ein Foto. Ein durchweg angenehmer Veranstaltungsort!


05.03.2015, 17:40 Uhr:

Sagten wir schon, dass wir auch auf Twitter aktiv sind?


05.03.2015, 17:00 Uhr:

 

 

 

 

 



Diese zwei Fotos aus einer Bürgerversammlung zeigen: Bürgerbeteiligung kann kommunal funktionieren: In Blaubeuren wird gerade im Rahmen der "Zukunftswerkstatt Blaubeuren" über die Zukunft der Blaubeurener Dörfer diskutiert. Die ersten Veranstaltungen zeigen nicht nur reges Interesse, sondern auch einen richtig begeisterten Bürgermeister. Lesen Sie mal, was in Beiningen, Pappelau und Erstetten los war. In den nächsten Tagen folgen weitere Veranstaltungen.


05.03.2015, 10:45 Uhr:
Der Bundesverband Planen und Bauen hat acht Thesen für die Ausgestaltung von Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren aufgestellt. Wir stellen sie dar - hier.


05.03.2015, 8:30 Uhr:
Am Samstag ist es soweit: In Tübingen treffen sich Experten aus dem gesamten Bundesland, um über die Themen Bürgerbeteiligung im Netz und Jugendbeteiligung zu sprechen. Es geht dabei um entscheidende Fragen: Wie können bisher unterrepräsentierte Zielgruppen wie beispielsweise Jugendliche oder Menschen mit Behinderung besser erreicht werden? Führen Online-Verfahren zu einer intensiveren Bürgerbeteiligung? Welche Erfahrungswerte gibt es eigentlich aus bisherigen Beteiligungsprojekten? Schauen Sie doch schon einmal in unsere Programmübersicht und unsere Referenten an.


Übrigens: Wir bloggen am Samstag den ganzen Tag live hier und halten Sie auch auf Twitter, Facebook und Google+ auf dem Laufenden. Sie können sich hier im Blog und auf unseren Social Media Kanälen auch gerne am Forum beteiligen: Diskutieren Sie mit auf Twitter unter #bbforum15 oder schreiben Sie einen Kommentar,

 

Expertenforum Bürgerbeteiligung: Prof. Hans-Geog Wehling

 "Mir geht es um die Erfolgsbedingungen von mehr direkter Demokratie, um das Verhältnis repräsentative Demokratie - Direkte Demokratie. Im Grunde halte ich direkte Demokratie für ein marktwirtschaftliches Elemente: Die etablierten Entscheidungsträger (Parlamente, Gemeinderäte) haben durch Referenden und Plebiszite Konkurrenz bekommen und müssen sich deshalb mehr anstrengen: qualitativ bessere Entscheidungen treffen, stärker auch auf die Meinungen und Interessen der Wahlbevölkerung eingehen.“

Prof. Dr. Hans-Georg Wehling, Politikwissenschaftler an der Universität Tübingen

Hans-Georg Wehling studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft in Münster, Freiburg, Heidelberg und Tübingen und legte seine Dissertation im Jahre 1969 mit dem Titel „Die politische Willensbildung auf dem Gebiet der Weinwirtschaft: Dargestellt am Beispiel der Weingesetzgebung“ ab. Als Leiter der Abteilung Publikation bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg bis 2003 betreute er die Zeitschrift „Der Bürger im Staat“ und begründete die Buchreihe „Schriften zur politischen Landeskunde Baden-Württembergs“.

Damit wurde Wehling zu einer der renommiertesten Experten für Landes- und Kommunalpolitik, insbesondere in Bezug auf Baden-Württemberg. Im Jahr 2003 erhielt er für sein Engagement den Ludwig-Uhland-Preis für die Beschäftigung mit kommunaler Politik und der Beschreibung der Entwicklung der Regionen des Landes Baden-Württemberg. Im Jahr 2010 wurde Wehling mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Beim Expertenforum Bürgerbeteiligung in Tübingen spricht Prof. Hans-Georg Wehling über Bürgerbeteiligung und Kommunalpolitik.

 

Weiterführende Links zu Prof. Dr. Hans-Georg Wehling:

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17. Januar 2018: Das Tagungsprogramm vom Expertenforum Bürgerbeteiligung ist jetzt online.

 



13.12.17, Die Stadt Riedlingen startet ihren Online-Dialog zur Entwicklung des Stadthallenareals

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